Kunst als geistiger Weg vom Geistigen Herzen in die sichtbare Welt: Wenn ein Wort aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE sichtbare Gestalt empfängt
- Uwe @ JosuasGarden

- 13. Juli
- 53 Min. Lesezeit

Wenn das lebendige Wort Gestalt empfängt
In der stillen Tiefe der Seele ruht ein unaufhörliches Verlangen, das innerlich Geschaute vor dem Versinken im unbarmherzigen Strom der Augenblicke zu bewahren, denn sobald ein Eindruck das Innerste berührt, ein Gedanke wie ein noch verborgener Keim zu leben beginnt oder eine reine Empfindung das Geistige Herz durchströmt, regt sich darin zugleich jene schöpferische Bewegung, durch die das Empfangene aus dem Unsichtbaren hervortritt und eine sichtbare, fühlbare und bleibende Gestalt empfängt.
Was dort zunächst ohne Namen, ohne Farbe und ohne erkennbare Form im Verborgenen wohnt, reicht über das persönliche Denken der schaffenden Seele hinaus und wird von jenem fortwährend fließenden Geist berührt und belebt, der aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE in alle Schöpfung einströmt, im Geistigen Herzen eine ihm entsprechende Aufnahme findet und durch die besondere Wesenheit des Schaffenden hindurch zu einem Wort, einem Bild, einer Form oder einem Ton heranreifen darf.
Aus dieser inneren Berührung erwächst jene Heilige Unruhe, die das schaffende Wesen nicht ruhen lässt, bis das Unsichtbare einen Ausdruck empfangen hat, denn was die Seele in einem lichten Augenblick aufnehmen durfte, verlangt danach, aus ihrer verborgenen Tiefe hervorzutreten, um auch anderen Herzen erreichbar zu werden und in ihnen jene verwandte Saite zum Schwingen zu bringen, die bereits auf denselben geistigen Ursprung gestimmt ist.
So führt das schöpferische Wirken einen Gedanken behutsam in die Farbe, legt eine zarte Empfindung in den lebendigen Schwung einer Linie und lässt eine geistige Ahnung im Sichtbaren Gestalt empfangen, wobei das Werk niemals allein aus handwerklichem Können hervorgeht, sondern aus dem geheimnisvollen Zusammenwirken zwischen dem empfangenden Geistigen Herzen, der Seele als tragendem und wandelndem LebensRaum, der dem schaffenden Wesen anvertrauten Gabe und jenem LiebesStrom, der alles wahrhaftige Schaffen aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE fortwährend nährt.
Wahres Schaffen offenbart sich deshalb in seinem edelsten Wesen als eine vom Geist empfangene und durch die Seele getragene Sprache, denn während das gesprochene Wort durch Laute und Töne kundtut, was im Inneren lebendig geworden ist, spricht das Bildwerk durch Farbe, Zeichen, Flächen und Formen, sodass beide Ausdruckswege demselben geistigen Verlangen folgen: Das Empfangene möchte sich mitteilen, das Flüchtige möchte Dauer gewinnen und ein Funke jener EWIGEN LIEBE, der im Geistigen Herzen aufgenommen und durch die Seele hindurchgetragen wurde, möchte seinen Weg von Herz zu Herz finden.
Vom instinktiven Wirken zum schöpferischen Erwachen
Auch in der Tierwelt entstehen unter staunenswerten Bedingungen kunstvoll gefügte Gebilde, wenn ein Nest aus unzähligen feinen Halmen gewoben, ein schützender Bau im Verborgenen angelegt oder eine Wabe in beinahe vollkommener Ordnung geformt wird, doch folgen diese Werke jener weisen LebensOrdnung, die der Himmlische Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE als sicheren Instinkt in jedes Tierwesen gelegt hat, damit sein Dasein geschützt, seine Art erhalten und der ihm zugedachte Platz innerhalb der großen SchöpfungsOrdnung erfüllt werden kann.
Das schöpferische Erwachen im irdisch verkörperten Geistwesen trägt einen eigenen geistigen WesensZug in sich, denn über die fest eingelegte LebensOrdnung hinaus öffnet sich ein freier, empfangender und fortwährend entfaltender InnenRaum, in den jener lebendige Geist einströmen kann, der das äußere Bild wahrnimmt, dessen tieferen Gehalt im Geistigen Herzen berührt, durch den weiten LebensRaum der Seele trägt und innerhalb ihrer vielfältigen Empfindungs-, Wandlungs- und EntfaltungsKräfte so lange bewegt, bis das Geschaute eine innere Läuterung erfahren hat und in einer neuen, von Geist durchdrungenen Gestalt wieder hervortreten darf.
Was im Außen zunächst als Baum, Weg, Landschaft oder irdisches Antlitz erscheint, wird im Inneren deshalb nicht lediglich wiederholt, sondern empfängt durch das geheimnisvolle Zusammenwirken des Geistigen Herzens, der aufnehmenden und wandelnden Seele sowie der dem schaffenden Wesen anvertrauten Gabe eine Bedeutung, die weit über die sichtbare und materielle Erscheinung hinausreicht und etwas von jenem verborgenen GeistGehalt ahnen lässt, der in allem Geschaffenen ruht.
Im gestalteten Bild kann ein Baum über Rinde, Stamm und Blattwerk hinaus zum Sinnbild jener inneren Kraft werden, die sich trotz aller Stürme dem LiebesLicht entgegenhebt, während seine tief in der Erde ruhenden Wurzeln von Beständigkeit, innerem Halt und jener unsichtbaren Verbindung künden, aus der alles sichtbare Leben fortwährend genährt wird und durch die das Irdische mit seinem geistigen Ursprung verbunden bleibt.
Ebenso weist ein Pfad über die staubige Erde hinaus, sobald er dem suchenden Auge eine begehbare Strecke zeigt und zugleich jene innere Bewegung fühlbar werden lässt, in der eine suchende Seele eine Entscheidung empfängt, durch Zeiten des Fragens und Ringens geführt wird oder den stillen Ruf nach jener geistigen Heimat vernimmt, aus der ihr Leben einst hervorgegangen ist und zu der das Geistige Herz sie durch alle Verirrungen und äußeren Entfernungen hindurch immer wieder heimwärts führen möchte.
Auch das Antlitz eines verkörperten Wesens bleibt unter dem liebenden Blick des Gestaltenden nicht in seinen vergänglichen Zügen verschlossen, denn durch seine äußere Form hindurch können Güte, Schmerz, Barmherzigkeit, innere Reifung und jene unvergängliche Würde aufleuchten, die der Himmlische Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE als lebendigen Hauch in jedes zur Heimkehr gerufene Wesen gelegt hat.
Der Schaffende führt das vom äußeren Auge Wahrgenommene über die bloße Abbildung hinaus und lässt einen Funken jener EWIGEN LIEBE, der durch den schöpferischen Geist in seinem Geistigen Herzen lebendig wurde und durch die Seele hindurch seine besondere EmpfindungsGestalt empfing, in das Werk einfließen, sodass das Geschaffene etwas von jenem unsichtbaren Ursprung weitertragen kann, aus dem Gedanke, Empfindung und Gestaltungskraft hervorgegangen sind.
Dieser schöpferische Geist gehört dabei nicht dem persönlichen Ich, auch wenn er sich durch die unverwechselbare Wesenheit des einzelnen Schaffenden hindurch in einer ganz eigenen Farbe, Form oder KlangGestalt offenbart, denn in seinem tiefsten Ursprung ist er jener HEILIGE GEIST, der keiner Kirche, keiner Religion und keiner irdischen Lehrform angehört, sondern als fortwährend fließender Geist des Himmlischen Vaters in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE bereits wirkte, bevor irdische Sprachen Ihn in einen Namen zu fassen suchten, und der überall dort empfangen werden kann, wo ein Geistiges Herz sich für das Wahre, Schöne, Liebende und Aufrichtende öffnet.
Der HEILIGE GEIST ist somit keine fern über der Schöpfung ruhende Kraft, die nur wenigen erwählten Seelen zugänglich wäre, sondern der lebendige LiebesStrom, der das Unsichtbare berührt, den geistigen Keim in das empfangende Herz legt und das schöpferische Erwachen so lange nährt, bis das Empfangene durch die Seele hindurch zu einem Wort, einem Bild, einer Form oder einem Ton herangereift ist, in dem etwas von Seiner Gegenwart für andere Herzen wahrnehmbar werden darf.
So wird das Kunstwerk zum sichtbaren Zeugnis einer inneren Begegnung, in der der HEILIGE GEIST den lebendigen Impuls schenkt, das Geistige Herz ihn empfängt, die Seele ihn in ihren weiten LebensRaum aufnimmt und durch ihre Empfindungs-, Wandlungs- und EntfaltungsKräfte reifen lässt, während der Schaffende dem Empfangenen durch seine ganz eigene Wesenheit und die ihm anvertraute Gabe jene äußere Form verleiht, durch die ein Hauch der EWIGEN LIEBE aus ihrem HERZENS-URGRUNDPOL in der sichtbaren Welt gegenwärtig werden und von Herz zu Herz weiterströmen darf.
Das Siegel der EWIGEN LIEBE im flüchtigen Nu
Das gesprochene Wort lebt zunächst im Augenblick seines Erklingens, denn sobald die Stimme verhallt, zieht sich sein äußerer Ton aus dem Raum zurück, während seine Schwingung in der Seele weiterwirkt und dort, je nach Tiefe des Empfangens, zu einer Empfindung, einer Erkenntnis oder einem stillen inneren Nachklang heranreifen kann, der weit über jenen kurzen Moment hinausreicht, in dem das Wort hörbar wurde.
Auch die kostbarsten Eindrücke des irdischen Daseins tragen zunächst das Kleid der Vergänglichkeit, wenn ein goldener Strahl des LiebesLichtes nur für wenige Herzschläge über einer weiten Landschaft ruht, im Antlitz eines geliebten Wesens eine kaum fassbare Regung aufleuchtet oder eine befreiende Erkenntnis aus dem Geistigen Herzen emporsteigt, um kurz darauf wieder hinter den dichten Schleiern des täglichen Erlebens zu versinken.
Das schöpferische Werk vermag solchen flüchtigen Augenblicken eine bleibende Gestalt zu bereiten, wobei es weder die Zeit festhält noch das einmalige Erleben in eine starre Form einschließt, sondern jenen geistigen Gehalt bewahrt, der im Augenblick der inneren Berührung aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE in das Geistige Herz einströmte, durch die Seele aufgenommen und innerhalb ihrer Empfindungs- und WandlungsKräfte zu einer Farbe, einer Linie, einem Bild, einer Form oder einem Ton herangereift ist.
So wird das Werk zu einem geweihten Gefäß, in dem der geistige WesensKern des vergangenen Augenblicks weiterlebt, jener unvergängliche Hauch, der aus der flüchtigen Erscheinung eine bleibende innere Wahrheit herauslöste und ihr eine Gestalt verlieh, durch die sie auch lange nach dem Verstummen der schaffenden Hand noch empfangen werden kann.
Ein offenes Geistiges Herz darf selbst Epochen später vor einem solchen Werk verweilen und durch dessen sichtbare oder hörbare Form hindurch etwas von jener ursprünglichen Bewegung aufnehmen, die einst im Schaffenden lebendig wurde, wobei die Seele das Empfangene in ihren weiten LebensRaum aufnimmt und ihm nach dem Maß ihrer gegenwärtigen Reife eine neue, ganz eigene EmpfindungsTiefe verleiht.
Auf diese Weise überwindet wahrhaftiges Schaffen die äußeren Grenzen von Raum und Zeit, denn was einst aus dem LiebesStrom der EWIGEN LIEBE empfangen, durch das Geistige Herz aufgenommen und durch die Seele in eine irdische Form getragen wurde, kann in einem späteren Herzen erneut zu leben beginnen, obwohl sich der Schaffende und der Empfangende in ihrem irdischen Dasein niemals begegnet sind.
Das Werk wird dadurch zu einem stillen HerzensBand, durch das keine Seele aus sich selbst heraus zu einer anderen spricht, sondern ein empfangener geistiger Gehalt von Herz zu Herz weiterströmt, getragen von jener EWIGEN LIEBE, die jedem wahren Wort, jeder edlen Form und jedem reinen Ton das Siegel ihres unvergänglichen Ursprunges einprägt.
Die Spur des lebendigen Wortes im bleibenden Zeichen
Aus demselben tiefen Verlangen, das Flüchtige vor dem Versinken im Strom der Zeit zu bewahren, erwuchs einst die Schrift, denn solange das gesprochene Wort allein an den Augenblick seines Erklingens gebunden blieb, konnte es nur jene offenen Herzen erreichen, die in diesem einen Moment seine Schwingung empfingen, während alles, was darin an Erkenntnis, Erfahrung und geistigem Gehalt lebendig geworden war, mit dem Verstummen der Stimme der Vergänglichkeit anheimzufallen schien.
So regte sich im Geistigen Herzen der Drang, dem vernehmbaren Wort eine bleibende irdische Wohnung zu bereiten, damit das Empfangene im inneren Nachklang einzelner Seelen fortwirken und zugleich über Zeit und Entfernung hinweg weitergetragen werden konnte, während aus frühen Bildzeichen, in denen das Geschaute noch unmittelbar in sichtbaren Formen niedergelegt wurde, im Verlauf der geistigen Entfaltung immer feinere SchriftZeichen hervorgingen, bis der Buchstabe schließlich zu jenem stillen Gefäß heranreifte, das dem gesprochenen Wort Dauer verlieh und seinen geistigen Gehalt in Stein, Pergament und Papier bewahrte.
Was zuvor allein im flüchtigen Klang lebte, konnte nun durch Länder und über Meere getragen, von suchenden Herzen aufgenommen und von einer Generation an die nächste weitergereicht werden, sodass Erkenntnisse, innere Erfahrungen und geistige Betrachtungen nicht länger an die Gegenwart ihres ersten Erklingens gebunden blieben, sondern zu einem bleibenden Gut wurden, aus dem auch fernste Zeiten noch schöpfen durften.
Mit der Vervielfältigung des geschriebenen Wortes weitete sich dieser geistige Raum, denn was einst nur einzelnen Empfangenden zugänglich war, konnte nun viele suchende Seelen erreichen, in ihnen neue GedankenBewegungen erwecken und jenen Funken weitertragen, der ursprünglich aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE in ein geöffnetes Geistiges Herz eingeströmt, durch die Seele aufgenommen und schließlich in die sichtbare Gestalt des Wortes geführt worden war.
Das geschriebene Wort wird dadurch weit mehr als eine bloße Ansammlung von Zeichen, denn in seiner wahrhaftigen Form trägt es den geistigen Atem dessen weiter, was einst empfangen wurde, und vermag selbst dann noch im Inneren zu wirken, wenn die Stimme, durch die es zuerst erklang, längst aus dem irdischen Raum geschieden ist.
An dieser stillen Grenze begegnen sich das gezeichnete Bild und das geschriebene Wort in geschwisterlicher Nähe, denn beide entspringen demselben geistigen Verlangen, dem Unsichtbaren eine bleibende AusdrucksGestalt zu bereiten, durch die das im Geistigen Herzen Empfangene in der sichtbaren Welt gegenwärtig werden und von Herz zu Herz weiterströmen darf.
Wo das SchriftZeichen dem lebendigen Wort eine dauerhafte Wohnung schenkt und den in ihm ruhenden Gedanken durch die Zeiten trägt, bewahrt das Bild jene Empfindung, die sich dem gesprochenen Ausdruck zu entziehen vermag, sodass Wort und Bild zwei unterschiedliche, im Ursprung jedoch untrennbar verbundene Wege bilden, durch die ein Hauch der EWIGEN LIEBE sichtbar, lesbar und im Inneren erneut lebendig werden kann.
Der sichtbare Pfad der inneren Reifung
Jedes wahrhaftige Werk trägt Spuren jenes inneren Zustandes, aus dem es hervorgegangen ist, denn selbst dort, wo der Schaffende seine persönliche Empfindung zurückzuhalten sucht, fließen die Tiefe seines Schauens, die Reinheit seiner Beweggründe, die Richtung seines geistigen Strebens und das Maß seiner Aufnahmefähigkeit unmerklich in Farben, Formen, Zeichen und Räume ein, sodass das Geschaffene zu einem sichtbaren Zeugnis dessen wird, was im Geistigen Herzen empfangen, durch die Seele bewegt und durch die gestaltende Gabe nach außen getragen wurde.
Diese Offenbarung des Inneren zeigt sich im einzelnen Werk und zieht sich darüber hinaus wie eine lesbare geistige Spur durch ganze Völker, Kulturen und Epochen, deren Bauwerke, Bildnisse, Symbole, Tempel und alltägliche Gestaltungen davon künden, wie das Dasein betrachtet, welche Kräfte verehrt, welche Werte als heilig empfunden und in welcher Nähe oder Entfernung die Verbindung zur Schöpfung, zum eigenen geistigen Ursprung und zu dem Himmlischen Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE gelebt wurde.
In frühen Ausdrucksformen richtet sich der Blick zunächst häufig auf das unmittelbar Greifbare, wenn Tiere, Pflanzen, Gestalten und Begebenheiten des täglichen Daseins in ihrer äußeren Erscheinung nachgebildet werden, doch mit wachsender innerer Reifung beginnt sich das Schauen zu vertiefen, sodass hinter der sichtbaren Hülle allmählich der verborgene GeistGehalt hervortritt und die Seele innerhalb ihrer Empfindungs- und WandlungsKräfte aufzunehmen vermag, was das äußere Auge allein niemals hätte erkennen können.
Das gestaltende Herz führt die äußere Rinde eines Baumes, die sichtbaren Züge eines Antlitzes oder die räumliche Weite einer Landschaft über ihre bloße Abbildung hinaus und lässt durch das Sichtbare hindurch jene innere Ordnung fühlbar werden, die allem Geschaffenen zugrunde liegt, wodurch Formen sich läutern, Farben eine tiefere Schwingung empfangen und das Werk von einem geistigen Ideal getragen wird, bis es weit mehr offenbart, als der flüchtige Blick im ersten Augenblick zu erfassen vermag.
Je klarer das Geistige Herz für den fortwährend einströmenden Geist geöffnet ist und je reiner die Seele das Empfangene durch ihre inneren LebensRäume hindurchträgt, desto durchlässiger kann das Werk für jene göttliche Ordnung werden, die aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE in alle Schöpfung einströmt und sich in Wachstum, Schönheit, Harmonie und jener stillen Vollkommenheit offenbart, die selbst im kleinsten Blatt, im Lauf des Wassers oder im leuchtenden Blick eines Wesens gegenwärtig bleibt.
Der Schaffende verleiht dem Empfangenen durch seine unverwechselbare Wesenheit eine besondere AusdrucksGestalt, in der sich seine Vorstellung vom Wahren, Schönen und geistig Erhabenen mit jenem LiebesLicht verbindet, das im Geistigen Herzen lebendig wurde und durch die Seele hindurch in Farbe, Form oder Zeichen einfließen durfte, während das Werk selbst aus einer empfangenden Hingabe hervorgeht und frei von jedem Anspruch eigener SchöpferMacht bleibt.
Kunst wird auf diese Weise zu einem lesbaren Zeugnis innerer Reifung, denn sie offenbart, ob der Blick noch an der äußeren Erscheinung haftet oder bereits jene tiefere Wirklichkeit wahrnimmt, in der alles Geschaffene auf seinen geistigen Ursprung verweist und jede wahrhaftige Form etwas von der EWIGEN LIEBE weiterträgt, aus deren HERZENS-URGRUNDPOL sie einst als Gedanke, Wille und lebendiges Wort hervorgegangen ist.
Vom Aufleuchten des LiebesLichtes und seiner Verhüllung im schöpferischen Ausdruck
Die geistige Bewegung einer Kultur verbleibt nur selten auf einer gleichbleibenden Höhe, denn Zeiten tiefer innerer Einkehr, in denen das Geistige Herz für den fortwährend einströmenden Geist geöffnet ist und die Seele das Empfangene durch ihre weiten LebensRäume hindurch in eine klare AusdrucksGestalt tragen kann, werden immer wieder von Epochen abgelöst, in denen der äußere Schein, die Lust an flüchtiger Wirkung und die Zerstreuung im Sichtbaren stärker hervortreten, sodass sich diese wechselnde Nähe oder Entfernung zum geistigen Ursprung unübersehbar in Bildern, Formen, Bauwerken und allen weiteren schöpferischen Zeugnissen widerspiegelt.
Wo das Dasein in jener lebendigen Verbindung mit dem Himmlischen Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE verankert bleibt, können Werke entstehen, deren Würde aus geistiger Tiefe erwächst, deren Klarheit von innerer Wahrhaftigkeit getragen wird und deren Harmonie in jener Durchlässigkeit gründet, in der das LiebesLicht des HEILIGEN GEISTES durch das Geistige Herz empfangen, durch die Seele getragen und von der schaffenden Wesenheit in eine sichtbare oder hörbare Form geführt wird.
Wo sich das Geistige Herz jedoch immer stärker den flüchtigen Reizen des Außen zuwendet und die Seele vornehmlich von jenen Empfindungen erfüllt wird, die rasche Befriedigung, laute Wirkung oder überwältigende Sensation suchen, verliert nicht der HEILIGE GEIST Sein Licht, denn Sein LiebesStrom bleibt ewig rein und unvermindert gegenwärtig, doch das empfangende Gefäß wird weniger durchlässig, sodass der geistige Ursprung im Werk verhüllt erscheint und die äußere Form immer stärker an die Stelle jenes inneren Gehaltes tritt, der sie eigentlich beleben sollte.
In solchen Zeiten kann das Materielle den sichtbaren Raum beherrschen, während der geistige Atem des Geschaffenen leiser wird, Formen ihre innere Mitte verlieren und die Gestaltung sich zunehmend von jener empfangenen Tiefe entfernt, aus der wahre AusdrucksKraft hervorgeht, sodass sie sich vornehmlich darauf richtet, Aufmerksamkeit zu erregen, einen augenblicklichen Reiz zu setzen oder jene Kräfte in der Seele anzusprechen, die noch an das Vergängliche und Äußerliche gebunden sind.
Diese geistige Schau trägt keine Verurteilung in sich, denn jedes Werk offenbart zunächst das Maß jener inneren Öffnung, aus der es hervorgegangen ist, und wird dadurch selbst zu einem lesbaren Zeichen dafür, welche Kräfte im Geistigen Herzen aufgenommen, welche Bewegungen durch die Seele genährt und welche Empfindungen schließlich in Farbe, Form, Wort oder Ton hineingetragen wurden.
Entscheidend bleibt daher weniger die äußere Stilrichtung als die verborgene Quelle, aus der ein Werk gespeist wird, und jene innere Bewegung, die es im empfangenden Herzen hervorruft:
Bindet es den Blick an die Oberfläche, verstärkt es die Zerstreuung und lässt es die Seele in der flüchtigen Erscheinung verweilen, oder öffnet es durch seine sichtbare Gestalt hindurch einen tieferen Raum, in dem das Geistige Herz sich wieder dem LiebesLicht zuwenden und etwas von seinem wahren Ursprung empfinden kann?
Ein Werk trägt seinen göttlichen Gehalt nicht deshalb, weil es heilige Bilder, erhabene Zeichen oder geistige Worte verwendet, sondern wenn durch seine gesamte Wesenheit hindurch jene stille Kraft fühlbar wird, die den inneren Blick emporhebt, die Seele aus ihrer Zerstreuung sammelt und die unantastbare Würde alles Geschaffenen erkennen lässt, sodass die äußere Form allmählich durchlässig wird für jenen HEILIGEN GEIST, aus dem jedes wahrhaft aufrichtende Schaffen seinen lebendigen Atem empfängt.
Wo diese Durchlässigkeit gegenwärtig ist, wird das Geschaffene zu einem stillen Wegweiser, der die Seele frei von Zwang, Belehrung und religiöser Forderung durch die innere Schwingung des Werkes behutsam an jene Verbindung heranträgt, in der sie den Hauch des EWIGEN LEBENS, den in ihr ruhenden GnadenFunken und jenes LiebesLicht wieder tiefer empfinden kann, das aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE unaufhörlich in alle Schöpfung einströmt.
So zeigt sich im schöpferischen Ausdruck sowohl die geistige Höhe einer Kultur als auch das Maß ihrer Verhüllung, doch selbst dort, wo der äußere Schein den inneren Gehalt beinahe vollständig überdeckt, bleibt der LiebesStrom des HEILIGEN GEISTES gegenwärtig und wartet auf jene erneute Öffnung des Geistigen Herzens, durch die das Schaffen wieder zu einem Gefäß werden darf, in dem das LiebesLicht sichtbar hervortritt und die Seele an ihren ewigen Ursprung und ihre verheißene Heimkehr erinnert.
Das heilige Wechselspiel des Gebens und Empfangens
In ihrer edelsten Bestimmung lässt die Kunst eine geistige Idee sichtbare Gestalt empfangen, deren Ursprung weit über das persönliche Denken hinausreichen und in jenem lebendigen Impuls liegen kann, der aus dem fortwährend fließenden Geist hervorgeht, aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE in das geöffnete Geistige Herz einströmt, durch die Seele aufgenommen und innerhalb ihrer Empfindungs-, Wandlungs- und EntfaltungsKräfte so lange getragen wird, bis ein inneres Wort Farbe empfängt, eine geistige Regung sich in Form kleidet oder eine heilige Schau durch das schaffende Wesen hindurch in die sichtbare Welt des Raumes tritt.
Das schöpferische Herz trägt dabei das tiefe Verlangen in sich, das Empfangene nicht im eigenen InnenRaum verschlossen zu halten, denn was aus dem LiebesStrom des HEILIGEN GEISTES berührt und belebt wurde, sucht seiner inneren WesensArt nach die Weitergabe, damit jener Funke, der zunächst in einem einzelnen Geistigen Herzen aufleuchtete, auch in einem anderen Herzen eine verwandte Saite berühren und dort eine neue Empfindung, eine tiefere Erkenntnis oder einen stillen Aufbruch zum geistigen Ursprung hervorrufen darf.
So sehnt sich der Schaffende danach, durch Farbe, Form, Wort oder Ton etwas von jener inneren Bewegung weiterzureichen, die ihn selbst ergriffen, durchdrungen und zur Gestaltung gerufen hat, wobei er weder bestimmen noch erzwingen kann, auf welche Weise das Werk im Empfangenden lebendig wird, denn jede Seele nimmt das Dargebotene nach dem Maß ihrer gegenwärtigen Reife, ihrer inneren Öffnung und jener besonderen Schwingung auf, die in ihrem eigenen LebensRaum bereits auf Antwort wartet.
Was im Schaffenden als empfangener geistiger Impuls begann, kann im Betrachtenden eine neue, eigenständige Bewegung auslösen, sodass das Werk über die äußere Weitergabe zwischen zwei Wesen hinaus zu einem stillen Mittler jener EWIGEN LIEBE werden darf, die sich in unzähligen Formen verschenkt, ohne jemals geringer zu werden, und in jedem geöffneten Geistigen Herzen auf eine eigene Weise weiterlebt.
Das stille Wohlgefallen des Betrachtenden fällt dabei wie ein wärmender Strahl des LiebesLichtes auf den Schaffenden zurück, frei von jeder Bestätigung persönlichen Ruhmes und jeder Nahrung des äußeren Ichs, und lässt in ihm die leise Erkenntnis aufsteigen, dass das Empfangene seinen Weg gefunden hat und jene geistige Bewegung, die zunächst im Verborgenen lebte, nun auch in einem anderen Geistigen Herzen zu schwingen begonnen hat.
Was zuvor in der Stille des inneren Empfangens ruhte, tritt dadurch aus seiner scheinbaren Einsamkeit hervor und wird zu einem lebendigen HerzensBand, in dem das schaffende Herz gibt, das empfangende Herz aufnimmt und das Aufgenommene innerhalb der Seele eine neue Gestalt gewinnen darf, sodass aus einem einzigen geistigen Impuls ein fortwirkender Strom erwächst, dessen Kraft sich mit jeder wahrhaftigen Berührung weiter entfaltet und vertieft.
In diesem heiligen Wechselspiel liegt die eigentliche Freude des Teilens, denn das Werk kehrt in verwandelter Weise zum Schaffenden zurück, sobald er erkennt oder auch nur leise erahnt, dass ein anderes Geistiges Herz durch seine Gestaltung aufgerichtet, getröstet oder geöffnet wurde und dadurch seinen geistigen Ursprung wieder tiefer empfinden konnte, wodurch die Freude am Geschaffenen über den persönlichen Besitz hinauswächst, sich im MitEmpfinden des Empfangenden erweitert und als Dankbarkeit zum HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE zurückströmt.
Der Schaffende wird dabei zum Gebenden, ohne der eigentliche Urquell des Gegebenen zu sein, während der Betrachtende zum Empfangenden wird, ohne das Empfangene lediglich passiv in sich aufzunehmen, denn in seinem Geistigen Herzen beginnt das Werk neu zu leben, durch seine Seele erhält es eine andere EmpfindungsFarbe, und aus der Begegnung kann ein weiterer Gedanke, ein neues Bild, ein noch ungehörter Ton oder eine veränderte innere Ausrichtung hervorgehen.
So ist wahrhaftige Kunst kein abgeschlossenes Gebilde, das mit seiner Vollendung verstummt, sondern ein lebendiger Strom des Gebens und Empfangens, in dem der HEILIGE GEIST den ersten Impuls schenkt, das Geistige Herz ihn aufnimmt, die Seele ihn trägt und verwandelt, der Schaffende ihm sichtbare oder hörbare Gestalt verleiht und das empfangende Herz ihn erneut in jene innere Bewegung führt, durch die der Hauch der EWIGEN LIEBE von Herz zu Herz weiterströmen darf.
In diesem heiligen Austausch entsteht eine Verbundenheit, die weit über äußeres Gefallen, persönlichen Geschmack oder flüchtige Bewunderung hinausreicht, denn wo ein Werk in zwei voneinander getrennten LebensRäumen dieselbe geistige Saite zum Erklingen bringt, öffnet sich für einen Augenblick jene tiefere Einheit, in der alle Herzen aus demselben HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE genährt werden und durch Wort, Bild, Form oder Ton wieder etwas von ihrer gemeinsamen geistigen Herkunft empfinden dürfen.
Die wortlose Brücke von Herz zu Herz
Wahrhaftiges Schaffen besitzt die wunderbare Kraft, getrennte LebensWege miteinander zu berühren, selbst wenn Sprachen, Zeiten, Kulturen und irdische Herkunft weit auseinanderliegen, denn ein Bild bedarf keiner Übersetzung, eine edle Form verlangt nach keiner gemeinsamen Begriffswelt, und ein reiner Ton vermag einen inneren Raum zu erreichen, den kein gesprochenes Wort zuvor hätte öffnen können.
Was durch das Geistige Herz empfangen, von der Seele in ihren weiten LebensRaum aufgenommen und durch die besondere Wesenheit des Schaffenden in Farbe, Form oder Zeichen getragen wurde, kann auch dort verstanden werden, wo die äußere Sprache des Werkes fremd bleibt, weil der in ihm ruhende geistige Gehalt über den Verstand hinaus jene tiefere EmpfindungsEbene berührt, auf der ein geöffnetes Geistiges Herz die Schwingung des Wahren, Schönen und Liebenden in sich aufzunehmen und als innerlich verwandte Wahrheit zu empfinden vermag.
Eine von der EWIGEN LIEBE getragene Darstellung kann dadurch Herzen erreichen, die im lauten Getriebe des irdischen Daseins achtlos aneinander vorübergegangen wären, und für einen stillen Augenblick jene äußeren Unterschiede zurücktreten lassen, durch die sich LebensFormen voneinander getrennt glauben, obwohl in ihrem tiefsten geistigen Ursprung derselbe LiebesHauch des Himmlischen Vaters in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE wirksam bleibt.
Das Kunstwerk wird auf diese Weise zu einer wortlosen Brücke, deren tragende Kraft aus jener inneren Schwingung erwächst, die im Schaffenden Gestalt empfing und im Betrachtenden erneut zu leben beginnt, sobald das Geistige Herz sich öffnet und die Seele das Empfangene in ihre eigene EmpfindungsWelt einlässt, wodurch selbst über verschiedene Begriffe, Sprachen und WissensRäume hinweg eine unmittelbare geistige Verbindung entstehen kann.
Wo die gesprochene Sprache das Herz durch den Klang des gegenwärtigen Augenblicks berührt und nach ihrem Verklingen als innerer Nachhall in der Seele fortlebt, verleiht das Bildwerk derselben geistigen Bewegung eine bleibende sichtbare Gegenwart, durch die das einst Empfangene immer wieder neu betrachtet, tiefer aufgenommen und entsprechend der fortschreitenden inneren Reifung auf einer weiteren Ebene erkannt werden darf.
Was ein zartes Wort im Geistigen Herzen anregte, kann im Bild seine AusdrucksGestalt bewahren; was das Bild nur still andeutet, vermag im Inneren zu einem lebendigen Wort zu werden; und was weder Wort noch Form vollständig auszudrücken vermögen, kann als lautlose Schwingung in der Seele weiterwirken, bis daraus eine Erkenntnis, eine Tröstung, ein innerer Aufbruch oder eine neue Hinwendung zum geistigen Ursprung erwächst.
Dieses Band verbindet äußere LebensRäume und lässt für einen kostbaren Augenblick zugleich jene gemeinsame geistige Herkunft fühlbar werden, die unter allen Verschiedenheiten verborgen liegt, sodass der Schaffende und der Empfangende einander durch das Werk begegnen und in dessen innerem Gehalt von demselben LiebesStrom berührt werden, der aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE fortwährend in alle Schöpfung einströmt.
So kann ein Werk, das in einer fernen Zeit, unter einem fremden Himmel oder innerhalb einer völlig anderen AusdrucksWelt Gestalt empfing, dennoch im heutigen Geistigen Herzen eine vertraute Saite zum Schwingen bringen, weil der HEILIGE GEIST keiner Epoche, keiner Sprache und keiner Kultur angehört, sondern als lebendiger Strom der EWIGEN LIEBE überall dort gegenwärtig wird, wo das Empfangene in Wahrhaftigkeit gestaltet und mit einem offenen Herzen aufgenommen wird.
Die wortlose Brücke des Werkes öffnet einen tieferen Raum, in dem etwas von jener geistigen Einheit aufleuchtet, aus der alle geistigen Wesen durch denselben Urquell genährt werden, jeder wahrhaftige Ausdruck eine andere Farbe desselben LiebesLichtes trägt und sich hinter Bild, Form und Ton jene gemeinsame geistige Heimat erschließt, aus der alles Leben hervorgegangen ist und zu der es durch den Ruf der EWIGEN LIEBE unaufhörlich heimgeführt wird.
Der geöffnete Horizont des inneren Schauens
Ohne das schöpferische Wirken blieben viele verborgene Schönheiten, geistige Zusammenhänge und leise Offenbarungen der Schöpfung für den äußeren Blick unerschlossen, denn manches, was in der Tiefe eines geöffneten Geistigen Herzens empfangen wird, hat in einer anderen Seele noch keinen eigenen Weg zur bewussten Wahrnehmung gefunden und benötigt zunächst ein sichtbares Werk, ein lebendiges Wort oder einen reinen Ton, durch den sich ihr innerer Horizont allmählich weiten kann.
Ein mit einer schaffenden Gabe beschenktes Wesen trägt seine persönlichen Vorstellungen in die Welt und vermag darüber hinaus Ahnungen, geistige Gedanken und feine Empfindungen in eine AusdrucksGestalt zu führen, die anderen Geistigen Herzen einen Zugang zu jenen inneren Räumen eröffnet, vor denen ihr eigenes Schauen bisher noch stillstand, weil der darin ruhende geistige Gehalt bereits in ihnen angelegt war und auf jenen äußeren Widerhall wartete, an dem er sich entzünden und zur bewussten Erkenntnis erheben konnte.
Durch den geläuterten Blick des Schaffenden weitet sich das sichtbare Dasein, sodass eine Landschaft nicht länger nur als Aneinanderreihung von Erde, Himmel, Wasser und Licht erscheint, sondern in ihrer tieferen SchöpfungsOrdnung aufleuchtet, ein irdisches Antlitz seine verborgene geistige Würde offenbart und eine edle Handlung jene Kraft des freien Willens erkennen lässt, durch die eine Seele sich über die Bindungen des Vergänglichen erheben und dem Ruf ihres göttlichen Ursprunges zuwenden kann.
Selbst der leiseste Augenblick, der dem hastenden Blick kaum bemerkenswert erscheint, vermag durch das schöpferische Schauen eine geweihte Bedeutung zu empfangen, wenn ein fallendes Blatt vom stillen Gesetz des Loslassens kündet, ein vom LiebesLicht berührter Wassertropfen die ganze Weite des Himmels in sich trägt oder eine unscheinbare Bewegung des MitEmpfindens etwas von jener Barmherzigkeit offenbart, die aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE unaufhörlich in alle LebensRäume einströmt.
Das schaffende Herz führt den Empfangenden innerhalb der sichtbaren Schöpfung zu einem tieferen Blick auf jene geistige Wirklichkeit, die immer schon gegenwärtig war und dem äußeren Auge lange verborgen blieb, weil ihre Spuren sich in den feinen Übergängen, den stillen Ordnungen und jenen kaum benennbaren Berührungen des LiebesLichtes offenbaren, durch die alles Geschaffene auf seinen Ursprung verweist.
Was der Himmlische Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE als geistigen WesensZug in die Schöpfung gelegt hat, wird durch ein wahrhaftiges Werk daher nicht erst erschaffen, sondern enthüllt, verdichtet und für das empfangende Herz fühlbar gemacht, sodass das Sichtbare allmählich durchlässig wird und hinter Farbe, Form, Bewegung oder Klang jener lebendige Geist aufscheint, der alles trägt, belebt und in seiner innersten Ordnung miteinander verbindet.
Dieser geistige Atem ist überall gegenwärtig, doch jede Seele nimmt ihn nach dem Maß ihrer gegenwärtigen Öffnung, ihrer inneren Reife und jener EmpfindungsTiefe auf, die sich innerhalb ihres LebensRaumes bereits entfalten konnte, weshalb dasselbe Werk für ein Herz lediglich schön erscheinen, in einem anderen eine verschlossene Sehnsucht berühren und in einem dritten eine geistige Erkenntnis öffnen kann, die den bisherigen Blick auf das gesamte Dasein verwandelt.
Das geweihte Werk wird dadurch zu einem stillen Wegweiser, der dem Empfangenden einen freien inneren Raum öffnet und seinen Blick behutsam zu jener geistigen Spur führt, die der HEILIGE GEIST in die sichtbare Schöpfung eingeatmet hat und die überall dort tiefer erkannt werden kann, wo das Geistige Herz über das äußere Schauen hinaus in jene innere Empfänglichkeit eintritt, durch die das Unsichtbare im Sichtbaren zu sprechen beginnt.
So öffnet der Schaffende dem Empfangenden durch sein Werk einen Zugang zu jener bereits in dessen Geistigem Herzen ruhenden Fähigkeit, die Schöpfung tiefer zu erkennen, wodurch sich der Horizont des inneren Schauens vor dem Bild, der Form oder dem Klang weitet und zugleich weit in das tägliche Dasein hineinreicht, bis selbst das scheinbar Gewöhnliche seine stumme Oberfläche verliert und als lebendiges Zeugnis jenes LiebesLichtes hervortritt, das aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE in jedem Augenblick neu in die Schöpfung einströmt.
Das Echo der EWIGEN LIEBE im Gewand der Schöpfung
Ein wahrhaft edles Werk hält den Blick nicht an der materiellen Oberfläche fest, denn Farbe, Form und sichtbare Gestalt werden in ihm zu einem durchlässigen Gewand, hinter dem jener heilige Ursprung fühlbar zu werden beginnt, aus dem alles Leben, jede Bewegung und selbst die unscheinbarste Erscheinung hervorgegangen ist.
Unter diesem innerlich geöffneten Blick verliert die Natur den Anschein einer stummen, von ihrem Ursprung getrennten Materie und offenbart sich als lebendiges, atmendes Gewand jener EWIGEN LIEBE, die aus dem HERZENS-URGRUNDPOL des Himmlischen Vaters unaufhörlich in die gesamte Schöpfung einströmt, jedes Wesen nach seiner Art durchdringt und selbst im Kleinsten einen WesensZug ihrer unermesslichen Fülle sichtbar werden lässt.
So leuchtet in der Weite einer Landschaft die äußere Ordnung als sichtbarer Ausdruck jener allumfassenden Weisheit des Schöpfers auf, die Berg und Tal, Wasser und Erde, Wachstum und Ruhe in einen lebendigen Zusammenhang gestellt hat, während die Zartheit einer kleinen Blüte von jener sorgenden LIEBE kündet, deren väterlicher und mütterlicher LiebesBlick auch auf dem dem äußeren Auge Geringsten ruht und ihm Form, Farbe, Duft sowie seinen eigenen Platz innerhalb der großen SchöpfungsOrdnung schenkt.
Die Weite des Himmels vermag eine ehrfürchtige Ahnung jener Grenzenlosigkeit zu öffnen, die kein Verstand umfassen kann, während das LiebesLicht der Sonne die sichtbare Welt erhellt und im geöffneten Geistigen Herzen zugleich zu einem Gleichnis jenes geistigen Lichtes wird, das aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE hervorströmt, das Verborgene erwärmt, schlummerndes Leben erweckt und jede Seele nach dem Maß ihrer Aufnahmefähigkeit die lebendige Nähe ihres göttlichen Ursprungs tiefer empfinden lässt.
Auch im fortwährenden Wechsel von Licht und Verhüllung, Werden und Vergehen, Blühen und Zurücksinken offenbart die Schöpfung keine sinnlose Abfolge äußerer Erscheinungen, sondern einen tiefen LebensStrom, in dem jede Form ihre Zeit empfängt, ihren geistigen Dienst erfüllt und schließlich das Sichtbare wieder freigibt, während der in ihr ruhende LebensHauch in den unergründlichen Wegen der EWIGEN LIEBE weitergetragen wird.
Das schaffende Herz verdichtet diese bereits gegenwärtige Sprache der Schöpfung, indem es den Blick auf jene feinen Spuren lenkt, die im Lärm des täglichen Daseins leicht übersehen werden, und durch Farbe, Form, Wort oder Ton einen inneren Raum öffnet, in dem das Geistige Herz zu erkennen beginnt, dass weder eine Blüte, ein Lichtstrahl, ein fallendes Blatt noch die stille Bewegung des Wassers nur für sich allein steht, sondern jedes Geschaffene etwas von seinem geistigen Ursprung bezeugt.
Dabei fügt der Schaffende der Schöpfung keine von ihm selbst erdachte Heiligkeit hinzu, denn das Heilige ist längst in ihr gegenwärtig; seine Gabe besteht vielmehr darin, durch das im Geistigen Herzen empfangene Schauen jene verborgene Wirklichkeit hervortreten zu lassen, die unter der sichtbaren Hülle ruht und im Werk zu einer fühlbaren Nähe werden darf.
Auf diese Weise lernt die Seele, den Schöpfer nicht als fernes Wesen außerhalb Seiner Werke zu suchen, sondern Seine lebendige Gegenwart in der inneren Ordnung, der Schönheit, der Zärtlichkeit und der unerschöpflichen LebensKraft alles Geschaffenen tiefer wahrzunehmen, bis sich hinter den sichtbaren Formen der Himmlische Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE als jener unaufhörlich gebende Urquell offenbart, aus dem jedes Leben seinen Atem empfängt.
Diese Erkenntnis führt über jede an äußere Formen gebundene Verehrung hinaus in eine stille Ehrfurcht, in der das Geistige Herz den LiebesHauch des Schöpfers in Seinen Werken empfindet, Ihn darin tiefer lieben lernt und begreift, dass die gesamte Schöpfung von einer einzigen großen Bewegung durchzogen ist:
dem fortwährenden Ausströmen der EWIGEN LIEBE und dem sanften Ruf alles Geschaffenen zurück in ihren HERZENS-URGRUNDPOL.
Jede Knospe birgt dadurch weit mehr als das Versprechen einer kommenden Blüte, denn in ihr ruht das stille Geheimnis eines Lebens, das aus dem Unsichtbaren in die sichtbare Gestalt drängt; jeder Sonnenstrahl trägt nicht nur Helligkeit, sondern einen Hauch des UrLiebesLichtes in sich; und jede harmonische Form kündet von jener unendlichen Weisheit, die das gesamte All durchdringt, erhält und in einer Ordnung führt, deren tiefster Grund die EWIGE LIEBE selbst ist.
Ein wahrhaftiges Werk lässt dieses Echo hörbar werden, ohne es in eine starre Erklärung zu schließen, denn durch die äußere Gestalt hindurch beginnt im empfangenden Herzen etwas von jener überheiligen Sprache zu schwingen, in der die Schöpfung seit ihrem ersten Hervortreten aus dem lebendigen Wort von ihrem Schöpfer kündet und alles Sichtbare zu einem stillen Zeugnis Seines unermesslichen LiebesWillens wird.
Das fortwirkende Leben im Herzen des Empfangenden
Das geschaffene Werk setzt sein stilles Leben fort, sobald die gestaltende Hand zur Ruhe gekommen ist, denn mit seiner äußeren Vollendung endet nicht jene geistige Bewegung, aus der es hervorgegangen ist, sondern sie löst sich aus dem unmittelbaren LebensRaum des Schaffenden und beginnt durch Farbe, Form, Wort oder Ton all jene Herzen zu berühren, die sich seiner sichtbaren oder hörbaren Gestalt öffnen.
Auch dort, wo seine ganze Tiefe nicht sogleich durch den Verstand erfasst werden kann, vermag ein wahrhaftiges Werk im Inneren eine feine, heilsame Schwingung anzuregen, die sich nicht aufdrängt, keine bestimmte Empfindung verlangt und dennoch leise in jene verborgenen Räume der Seele eintritt, in denen das Empfangene nach dem Maß der gegenwärtigen geistigen Reife aufgenommen, bewegt und zu einer eigenen inneren Erkenntnis verwandelt werden darf.
Diese Wirkung entfaltet sich in jedem empfangenden Wesen auf eine andere Weise, denn kein Geistiges Herz steht an derselben Stelle seines Weges, keine Seele trägt dieselben Erfahrungen, Wunden, Sehnsüchte und bereits geöffneten ErkenntnisRäume in sich, weshalb ein Werk niemals allen Betrachtenden denselben Gehalt offenbart, obwohl der in ihm ruhende geistige Ursprung unverändert gegenwärtig bleibt.
Ein offener Geist mag zunächst allein die Harmonie der äußeren Gestalt wahrnehmen und sich an Farbe, Ordnung oder Klang erfreuen, während ein anderer bereits jene seelische Bewegung empfindet, die durch das Sichtbare hindurchwirkt, und ein dritter hinter Form und Ausdruck eine geistige Wahrheit erkennt, die sein bisheriges Schauen durchdringt, verborgene LebensFragen berührt oder das Geistige Herz auf eine Weise öffnet, deren Wirkung weit über den Augenblick der Betrachtung hinausreicht.
Das Werk entfaltet seinen inneren Gehalt in jedem Empfangenden gemäß jener Tiefe, für die das Geistige Herz im gegenwärtigen Augenblick bereits aufnahmefähig geworden ist, während weitere Ebenen noch verhüllt bleiben und sich erst zu einer späteren Zeit erschließen können, wenn die Seele durch neue Erfahrungen, innere Reifung oder eine tiefere Hinwendung zur EWIGEN LIEBE weitere EmpfindungsRäume geöffnet hat.
Gerade darin liegt das fortwirkende Geheimnis wahrhaftiger Kunst, denn ein Werk kann Jahre hindurch vertraut erscheinen und dennoch plötzlich eine bisher unerkannte Tiefe offenbaren, sobald das empfangende Herz auf einer neuen inneren Stufe vor ihm steht, wodurch eine Farbe anders zu leuchten, eine Form weiter zu sprechen oder ein bislang unbeachtetes Zeichen zu einem Schlüssel für jene Erkenntnis werden kann, die zuvor noch keinen Eingang in die bewusste Wahrnehmung gefunden hatte.
Das Werk bleibt im Außen scheinbar unverändert bestehen, während sich im Inneren des Empfangenden fortwährend neue LebensRäume bilden, und mit jeder geistigen Wandlung verändert sich zugleich die Art des Sehens, Fühlens und Erkennens, sodass dieselbe Gestaltung über ihren einst wahrgenommenen Ausdruck hinaus allmählich als Träger eines tieferen geistigen Gehaltes hervortritt.
Wahre Kunst durchschreitet die Zeit und kann mit der inneren Reifung des betrachtenden Herzens immer wieder neu geboren werden, weil ihr geistiger WesensKern über eine einzelne Deutung, eine vergangene Epoche oder eine festgelegte Empfindung hinausreicht und durch den lebendigen Geist der EWIGEN LIEBE in jeder neuen Begegnung eine andere Saite berühren darf.
Was einst im Geistigen Herzen des Schaffenden empfangen, durch die Seele getragen und in eine äußere Gestalt geführt wurde, beginnt im Empfangenden ein neues Leben, indem die Seele den im Werk ruhenden geistigen Impuls in ihren eigenen LebensRaum aufnimmt, ihn mit ihrer gegenwärtigen EmpfindungsTiefe verbindet und daraus eine Erkenntnis, eine Tröstung, eine Erhebung oder einen stillen Ruf zur inneren Heimkehr hervorgehen lässt.
So spricht das Werk fortwährend aus einem bleibenden inneren Gehalt, dessen Sprache sich mit jener Tiefe wandelt, aus der jedes empfangende Geistige Herz lauscht, während jede Seele das Aufgenommene durch jene besonderen WandlungsKräfte führt, die ihr für ihren eigenen HeimführungsWeg anvertraut wurden.
Ein Werk, das zunächst nur das äußere Auge erfreute, kann später das Geistige Herz öffnen; was einst lediglich als Schönheit erschien, kann sich als geistiger Wegweiser offenbaren; und was anfangs stumm geblieben war, kann in einer Stunde innerer Einkehr plötzlich jenes lebendige Wort vernehmbar werden lassen, das seit der Entstehung des Werkes in seiner sichtbaren Form verborgen ruhte.
Das fortwirkende Leben eines Kunstwerkes reicht über seine Bewahrung durch Zeiten und Epochen hinweg und erfüllt sich immer neu in jeder inneren Berührung, durch die der Hauch der EWIGEN LIEBE aus dem Werk in ein geöffnetes Geistiges Herz einströmt, von der Seele aufgenommen und als eigene geistige Bewegung weitergetragen wird.
Auf diese Weise bleibt das Geschaffene lebendig, selbst wenn die gestaltende Hand längst aus dem irdischen Dasein geschieden ist, denn was wahrhaft aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE empfangen und in aufrichtiger Hingabe gestaltet wurde, trägt einen geistigen WesensKern in sich, der durch kein Vergehen äußerer Zeit ausgelöscht werden kann und immer dort neu zu wirken beginnt, wo ein empfangendes Herz sich seiner stillen Sprache öffnet.
Der geweihte Raum des täglichen Daseins
Wahrhaftiges Schaffen verlangt nicht danach, aus dem täglichen Dasein herausgelöst und ausschließlich in stillen Museen, fernen Galerien oder eigens dafür geschaffenen KunstRäumen bewahrt zu werden, denn seit den frühen Zeiten irdischen Lebens begleitet die gestaltende Kraft das Wohnen, das gemeinschaftliche Begegnen und die Hinwendung zum geistigen Ursprung, sodass Wohnstätten, VersammlungsRäume, Gärten, GebetsOrte und Tempel immer auch etwas von jenem inneren Bild sichtbar werden lassen, das eine Seele von ihrem Dasein, ihrer Herkunft und der sie tragenden geistigen Wirklichkeit in sich aufgenommen hat.
Was im Inneren genährt wird, sucht auch im äußeren LebensRaum nach einer ihm entsprechenden Gestalt, weshalb Form, Farbe, Ordnung und das Verhältnis der einzelnen Dinge zueinander weit mehr offenbaren können als eine bloße Vorliebe des Geschmacks, denn durch sie hindurch wird fühlbar, ob der Blick vornehmlich am Materiellen verweilt, ob Besitz und äußere Wirkung den Raum bestimmen oder ob eine tiefere Empfindung nach Harmonie, Sammlung und jener stillen Durchlässigkeit verlangt, in der das Geistige Herz auch innerhalb des täglichen Daseins dem LiebesLicht begegnen kann.
Ein geweihter Raum empfängt seine Heiligkeit dabei nicht allein durch einen ihm verliehenen Namen, durch ein äußeres Zeichen oder durch die Bestimmung, die ihm eine irdische Gemeinschaft gegeben hat, denn kein Stein, keine Säule und kein noch so kostbares Bild vermag aus sich selbst das Heilige hervorzubringen; erst wo sich ein Geistiges Herz in aufrichtiger Hinwendung öffnet und die Seele den empfangenen LiebesHauch in ihrem LebensRaum trägt, kann auch die äußere Gestaltung etwas von jener inneren Bewegung aufnehmen und zu einem stillen Gefäß der Einkehr werden.
So kann ein Tempel von großer Pracht erfüllt sein und dennoch geistig kalt bleiben, während ein schlichter Raum, in dem kaum mehr als ein Strahl des LiebesLichtes über eine stille Wand fällt, eine Tiefe öffnen kann, die keine kostbare Ausschmückung zu erzwingen vermag, denn die Gegenwart des HEILIGEN GEISTES folgt weder irdischem Prunk noch äußerer Größe, sondern strömt aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE überall dorthin, wo ein empfangendes Geistiges Herz sich Seinem LiebesStrom öffnet.
Auch der tägliche WohnRaum trägt Spuren jener Kräfte, denen im Inneren fortwährend Nahrung gegeben wird, und empfängt seinen geistigen WesensZug aus der Empfindung, aus der heraus Dinge gewählt, geordnet, bewahrt und miteinander in Beziehung gebracht wurden, denn ein einziger mit Liebe betrachteter Gegenstand kann eine tiefere Wärme ausstrahlen als eine Fülle kostbarer Formen, deren Sinn allein im Besitz und in der äußeren Bewunderung ruht.
Wo das Schöne aus einer reinen inneren Bewegung gepflegt wird, beginnt auch der Raum anders zu atmen, weil Farbe, Licht, Form und Stille zu einer harmonischen Ordnung zusammenfinden, die der Seele Sammlung schenkt und das Geistige Herz behutsam aus der Zerstreuung des äußeren Daseins zurück in jene innere Tiefe führt, in der der leise Strom der EWIGEN LIEBE wieder deutlicher empfunden werden kann.
Das gestaltete Umfeld wird auf diese Weise zu einem sichtbaren Spiegel innerer Kultur, denn das einzelne Kunstwerk spricht von der geistigen Reife des Schaffenden und Empfangenden, während zugleich die Art seiner Aufnahme, Wertschätzung und Einfügung in den täglichen LebensRaum erkennen lässt, welche Beziehung zum Schönen im Inneren lebendig ist, sodass sich selbst im Umgang mit einem Bild, einer Form oder einem stillen Zeichen offenbaren kann, ob sein geistiger Gehalt gesucht wird oder die Betrachtung an seinem äußeren Wert verweilt.
Eine Gemeinschaft, die Kunst vornehmlich als Zeichen von Besitz, Ansehen oder äußerer Größe betrachtet, wird andere Räume hervorbringen als jene, in deren Mitte das Schöne als Träger eines tieferen GeistGehaltes empfunden wird, doch auch darin liegt keine Verurteilung, sondern eine sichtbare Spur des jeweiligen inneren Standes, an der erkannt werden kann, wohin sich das Geistige Herz wendet und welche Kräfte innerhalb der Seele gegenwärtig genährt werden.
Wo hingegen das LiebesLicht in die Gestaltung einfließen darf, verliert der Raum seine bloße äußere Begrenzung und kann zu einem stillen WegBegleiter werden, der das Geistige Herz sammelt, die Seele in ihrer inneren Bewegung sanft trägt und selbst im gewöhnlichen täglichen Dasein daran fühlen lässt, dass die Verbindung zu dem Himmlischen Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE weder eines fernen Tempels noch einer von außen verliehenen Heiligkeit bedarf.
Denn wo die EWIGE LIEBE empfangen und in aufrichtiger Hingabe weitergetragen wird, kann selbst der schlichteste LebensRaum einen Hauch des Geweihten in sich aufnehmen, sodass Kunst nicht länger als etwas vom täglichen Dasein Getrenntes erscheint, sondern zu einer stillen MitSprache des Geistigen wird, die durch Farbe, Form, Licht und Ordnung immer wieder daran fühlen lässt, aus welchem Urquell alles Schöne hervorgegangen ist und wohin jedes Geistige Herz in seiner tiefsten Sehnsucht heimwärts strebt.
Der unsichtbare LiebesStrom des HEILIGEN GEISTES
Hinter dem wahrhaftigen Wort, der edlen Form und jedem aus innerer Reinheit hervorgegangenen Ausdruck wirkt in seinem tiefsten Ursprung derselbe lebendige Geist, der einen lichten Gedanken in das Geistige Herz legt, eine Empfindung innerhalb der Seele zum Schwingen bringt und dem Schaffenden jene innere Bewegung schenkt, aus der Wort, Bild, Form oder Ton hervortreten dürfen, wobei die sichtbaren AusdrucksWege verschieden erscheinen und dennoch von einem einzigen unsichtbaren LiebesStrom berührt, belebt und getragen werden können.
Dieser Geist ist keine dem persönlichen Ich gehörende Kraft und auch keine namenlose schöpferische Energie, die ziellos durch das Dasein fließt, denn in Seinem tiefsten Wesen ist ER der HEILIGE GEIST, der lebendige, unaufhörlich sich verströmende Geist des Himmlischen Vaters in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE, aus Dessen LiebesWillen das lebendige Wort hervorging und durch Dessen SchöpfungsKraft das Unsichtbare seine erste sichtbare Gestalt empfing.
Wo ein wahres Wort empfangen wird, kann Sein LiebesHauch darin leben; wo ein Bild aus einem geöffneten Geistigen Herzen hervorgeht, kann Sein LiebesLicht durch Farbe und Form hindurchscheinen; und wo ein reiner Ton aus jener inneren Tiefe erklingt, in der das persönliche Wollen still geworden ist, kann etwas von jenem EINEN HEILIGEN TON vernehmbar werden, der als UrSchwingung der EWIGEN LIEBE die gesamte Schöpfung durchdringt und alles Leben in seinem innersten WesensGrund berührt.
So bildet nicht das äußere Werk das eigentliche Band zwischen dem Schaffenden und dem Empfangenden, denn Bild, Wort und Ton bleiben zunächst sichtbare oder hörbare Gefäße; das wahrhaft Verbindende ist jener geistige LiebesStrom, der im Geistigen Herzen des Schaffenden empfangen, durch die Seele getragen und in eine AusdrucksGestalt geführt wurde, um im geöffneten Herzen des Empfangenden erneut eine ihm verwandte Saite zu berühren und dort nach dem Maß seiner inneren Reife weiterzuwirken.
Derselbe HEILIGE GEIST vermag dadurch getrennte LebensWege in einer geistigen Berührung zusammenzuführen, Seelen innerhalb ihrer unterschiedlichen LebensRäume an ihre geschwisterliche Herkunft heranzutragen und das Geistige Herz für jene lichten Welten zu öffnen, die dem äußeren Auge verborgen bleiben, jedoch niemals von der Schöpfung getrennt waren, weil alles Leben in seinem tiefsten Ursprung aus demselben HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE hervorgegangen ist.
Im Wirken des HEILIGEN GEISTES offenbart sich die von Seiten des Himmlischen Vaters niemals unterbrochene Verbindung mit Seiner Schöpfung, denn als fortwährend lebendiger LiebesStrom durchdringt, trägt und belebt Er alles Geschaffene aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE und führt es mit unermesslicher Geduld heimwärts, sodass selbst dort, wo eine Seele ihre geistige Herkunft nicht mehr bewusst empfindet, der Hauch des EWIGEN LEBENS und der GnadenFunke Seines EWIGEN SELBST in ihr lebendig bleiben.
Das äußere Werk bleibt daher das sichtbare oder hörbare Gefäß, doch sein wahrer, unvergänglicher GeistGehalt liegt in jenem Leben, das durch dieses Gefäß hindurchwirken darf, denn weder die kostbarste Farbe noch die vollkommenste Form und auch nicht der meisterhafteste Ton vermögen aus sich selbst jene innere Erhebung hervorzubringen, die ein Geistiges Herz unvermittelt still werden, eine Seele ihre verborgene Sehnsucht empfinden und den inneren Blick für eine Wirklichkeit öffnen lässt, die weit über das Sichtbare hinausreicht.
Wo jedoch ein Hauch des HEILIGEN GEISTES durch das Werk hindurchströmt, beginnt die äußere Form ihre Begrenzung zu verlieren, das Bild wird zum stillen Träger des LiebesLichtes, das Wort empfängt einen geistigen Atem und der Ton öffnet einen inneren Raum, in dem das Empfangende für einen Augenblick fühlen darf, dass es niemals außerhalb jener EWIGEN LIEBE stand, aus deren HERZENS-URGRUNDPOL alles Leben hervorging und zu der alles Geistige durch den unaufhörlichen LiebesRuf des Himmlischen Vaters heimwärts geführt wird.
So ist der HEILIGE GEIST das unsichtbare, unzerreißbare HerzensBand, das durch Wort, Bild und Ton hindurch von Herz zu Herz wirken kann, ohne selbst an eine dieser Formen gebunden zu sein, denn ER war, bevor das erste irdische Wort erklang, bevor die erste Hand ein Zeichen in Stein legte und bevor eine Saite ihren ersten hörbaren Ton in den Raum entließ, und ER wird als fortwährend fließender Geist der EWIGEN LIEBE gegenwärtig bleiben, wenn alle äußeren Formen längst wieder in den großen SchöpfungsStrom zurückgekehrt sind.
Die Himmelsleiter der schöpferischen Begegnung
Im schöpferischen Empfangen kann sich das Geistige Herz über die engen Bahnen des alltäglichen Denkens hinaus öffnen, wenn der äußere Lärm allmählich zurücktritt, der innere Blick sich weitet und jene feineren EmpfindungsRäume der Seele zu schwingen beginnen, in denen ein geistiger Impuls aufgenommen werden kann, der zuvor weder in einem fertigen Gedanken noch in einer sichtbaren Form gegenwärtig war, sondern wie ein stiller Keim aus dem LiebesStrom des HEILIGEN GEISTES in das geöffnete Herz gelegt wurde und dort nach Ausdruck verlangt.
In einem solchen Augenblick tritt der Schaffende selbst in die Haltung des Empfangens ein, indem das persönliche Wollen leiser und jene innere Durchlässigkeit weiter wird, durch die eine geistige Idee das Geistige Herz berühren, von der Seele in ihren weiten LebensRaum aufgenommen und innerhalb ihrer Empfindungs-, Wandlungs- und EntfaltungsKräfte so lange getragen werden kann, bis Farbe, Form, Wort oder Ton allmählich zu jenem äußeren Gefäß heranreifen, durch das das Unsichtbare in die sichtbare Welt eintreten darf.
Während dieser Gestaltung steht der Schaffende selbst unter der Wirkung dessen, was durch ihn Gestalt empfängt, denn jeder wahrhaft empfangene Impuls durchströmt die Hand, die einen Pinsel führt, das Auge, das eine Form prüft, und das innere Hören, das einem noch ungeborenen Ton lauscht, während er zugleich die Seele bewegt, verborgene EmpfindungsRäume berührt und den eigenen inneren Blick in eine Tiefe führen kann, die sich erst im Verlauf des Schaffens öffnet.
So ist das Werk niemals allein die Frucht einer erlernten Fertigkeit, auch wenn handwerkliches Können seinem sichtbaren Ausdruck dienen und das Empfangene in eine klarere Gestalt führen kann, sondern es wird zugleich zum stillen Pfad der eigenen inneren Reifung, weil der Schaffende während des Gestaltens immer wieder vor das Geheimnis dessen geführt wird, was ihm anvertraut wurde und dessen ganzen geistigen Gehalt er selbst im ersten Augenblick noch nicht zu erfassen vermag.
Mitunter erkennt der Schaffende erst im vollendeten Werk, was während des schöpferischen Empfangens durch ihn hindurch Gestalt angenommen hat, und steht selbst wie ein Betrachtender vor einer Farbe, einem Wort, einer Linie oder einem Ton, deren tiefere Bedeutung sich ihm erst nach und nach erschließt, weil der HEILIGE GEIST weiter und tiefer zu wirken vermag, als das persönliche Denken in jenem Augenblick bewusst umfassen konnte.
Später tritt ein empfangendes Herz vor dieses Werk und begegnet durch Material, Farbe, Form oder Klang hindurch jener geistigen Bewegung, die einst seinen sichtbaren Ausdruck suchte, wobei nicht dieselbe Empfindung wiederholt werden soll, die im Schaffenden lebendig war, denn die Seele nimmt das Dargebotene in ihren eigenen LebensRaum auf und lässt es dort entsprechend ihrer gegenwärtigen Reife, ihrer Sehnsucht und ihrer bereits geöffneten inneren Tiefe zu einer neuen, ihr eigenen Erfahrung heranreifen.
Eine zuvor verborgene Empfindung kann dadurch leise erwachen, ein lange verschlossener Gedanke beginnt sich zu öffnen oder der innere Blick wird in einen lichten Raum geführt, dessen Gegenwart das Geistige Herz zwar bereits in sich trug, zu dem jedoch noch kein bewusster Weg gefunden worden war, bis das Werk wie ein stilles Zeichen am WegesRand erschien und jene Saite berührte, die längst auf ihren ersten hörbaren Ton wartete.
Darin kann die Seele etwas von jenen noch schlummernden geistigen Kräften erahnen, die der Himmlische Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE in ihren weiten LebensRaum gelegt hat, damit sie auf ihrem HeimführungsWeg über die äußere Erscheinung hinauswächst, durch den in ihr ruhenden GnadenFunken Seines EWIGEN SELBST immer tiefer ihrer göttlichen Bestimmung bewusst wird und sich in freier LIEBE ihrem ewigen Ursprung zuwendet.
Das Werk lässt dabei etwas von jener lichten EntfaltungsMöglichkeit aufscheinen, die als heiliger Keim bereits in der Seele ruht und ihrem eigenen geistigen HeimführungsWeg angehört, sodass die durch das Werk geweckte Sehnsucht über das Geschaffene und den Schaffenden hinauswächst und sich durch die empfangene Berührung auf jene geistige Heimat auszurichten beginnt, aus der der Ruf zur Heimkehr unaufhörlich in ihr Geistiges Herz strömt.
So wird das wahrhaftige Werk zu einer stillen Himmelsleiter, deren Stufen weder aus Farbe, Stein, Wort noch Ton bestehen, sondern aus jenen inneren Berührungen, durch die ein Geistiges Herz empfängt, eine Seele das Empfangene in sich bewegt und der innere Blick sich über die Begrenzungen des bisher Erkannten hinaus zu einer weiteren geistigen Tiefe öffnet.
Auf dieser Himmelsleiter begegnen sich Schaffender und Empfangender nicht als Gebender und Nehmender im gewöhnlichen Sinn, denn beide stehen auf ihre eigene Weise unter dem LiebesStrom desselben HEILIGEN GEISTES:
Der eine durfte einen geistigen Impuls empfangen und ihm durch seine anvertraute Gabe Gestalt verleihen, während der andere durch eben diese Gestalt an einer noch verborgenen Stelle seines Geistigen Herzens berührt wird und das Empfangene auf seinem eigenen HeimführungsWeg weitertragen darf.
Die schaffende Begegnung wird dadurch zu einer heiligen Bewegung des Weiterreichens, in der der Schaffende selbst Empfangender war, ehe er zum Gestaltenden werden konnte, und der Empfangende durch die innere Berührung eines Tages selbst zum Träger eines neuen Wortes, eines neuen Bildes oder eines noch ungehörten Tones werden kann, sodass sich die Himmelsleiter über das einzelne Werk hinaus Stufe um Stufe im fortwährend fließenden LiebesStrom des HEILIGEN GEISTES weiter erhebt und alles wahrhaftige Schaffen auf jenen EINEN Ursprung zurückweist:
den Himmlischen Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE.
Der leise Ruf der geistigen Heimat durch das Bild
Eine dargestellte Naturszene vermag im empfangenden Herzen eine tiefe Sehnsucht zu berühren, deren Ursprung weit über den Wunsch nach äußerer Ruhe oder einer kurzen Einkehr hinausreicht, denn in der unberührten Stille eines Bergsees, in der weiten Öffnung eines Tales oder im milden LiebesLicht über einem herbstlichen Feld kann etwas von jener ursprünglichen Harmonie aufleuchten, nach der die Seele inmitten aller irdischen Zerstreuung oft verlangt, ohne den tieferen Grund dieser Sehnsucht bereits benennen zu können.
Das Geistige Herz erfährt durch ein solches Bild mitten im täglichen Dasein eine stille Weitung, durch die es sich für einen Augenblick aus jener Enge lösen kann, in der Sorgen, Pflichten und die unzähligen äußeren Stimmen den inneren LebensRaum erfüllen, sodass die Seele wieder feiner empfindet und hinter der sichtbaren Landschaft jene stille SchöpfungsOrdnung erahnt, die niemals aufgehört hat, vom LiebesWillen ihres Himmlischen Vaters in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE zu künden.
Ein stilles Wasser, das den Himmel in sich aufnimmt, kann dabei zu weit mehr als einer schönen Landschaft werden, denn in seiner ruhenden Tiefe begegnet dem Geistigen Herzen ein Bild jener inneren Sammlung, in der das LiebesLicht unverzerrter empfangen werden kann; die Weite eines Tales vermag eine bisher verschlossene Empfindung von Freiheit zu öffnen, und ein schmaler Weg zwischen alten Bäumen kann in der Seele jenen kaum hörbaren Ruf berühren, der sie seit ihrem Eintritt in das irdische Dasein auf ihrem HeimführungsWeg begleitet.
Das Werk lässt diesen Ruf durch Farbe, Licht und Form in einer wortlosen, innerlich erfahrbaren Weise vernehmbar werden und führt die Seele behutsam zu jener EWIGEN LIEBE, die sich in die gesamte Schöpfung ergossen hat und deren LiebesHauch selbst im kleinsten Blatt, im stillen Wachsen einer Blüte und im flüchtigen Glanz eines LichtStrahls gegenwärtig bleibt.
Wo das Geistige Herz für diese feinen Spuren empfänglich wird, beginnt die äußere Erscheinung ihre scheinbare Selbstverständlichkeit zu verlieren, und die Seele darf allmählich erkennen, dass Schönheit nicht erst durch Besitz, Größe oder irdischen Prunk hervorgebracht werden kann, weil ihr tiefster WesensGrund aus jener Harmonie hervorgeht, in der das Geschaffene noch etwas von seinem geistigen Ursprung durchscheinen lässt.
So kann eine zarte Blüte das Geistige Herz tiefer berühren als ein mit kostbaren Dingen erfüllter Raum, ein warmer Strahl des LiebesLichtes kann eine lange verschlossene Empfindung öffnen, und ein stiller Waldweg vermag jene Sehnsucht hervorzurufen, die sich zunächst wie ein Verlangen nach Frieden anfühlt und doch in ihrer tiefsten geistigen Bewegung bereits den leisen Ruf nach jener Heimat in sich trägt, aus der alles Leben einst hervorgegangen ist.
Viele der flüchtigen Freuden des äußeren Daseins verlieren in einer solchen Berührung für einen Augenblick ihre bindende Kraft, weil die Seele eine andere Nahrung empfängt, die weder festgehalten noch erworben werden kann, sondern aus dem bewusster werdenden Empfinden jener EWIGEN LIEBE hervorströmt, die das Sichtbare durchdringt und das Geistige Herz immer wieder daran fühlen lässt, dass sein tiefstes Verlangen niemals allein dem Vergänglichen gegolten hat.
Ein wahrhaftiges Bild der Schöpfung wird dadurch zu einem stillen WegZeichen auf dem inneren HeimführungsWeg, denn es zeigt der Seele nicht ihre Heimat selbst und vermag ebenso wenig die Einung mit dem Himmlischen Vater aus eigener Kraft hervorzubringen, doch es kann jene in ihr ruhende Sehnsucht berühren, durch die der GnadenFunke Seines EWIGEN SELBST tiefer empfunden und der Blick wieder auf den Ursprung allen Lebens gelenkt wird.
Der leise Ruf der Heimat erklingt deshalb nicht aus Leinwand, Farbe oder sichtbarer Form, denn das Werk bleibt Gefäß und WegBereiter; was durch dieses Gefäß hindurch das Geistige Herz erreicht, ist ein Hauch jenes unaufhörlichen LiebesStromes des HEILIGEN GEISTES, der aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE in alle Schöpfung einströmt und jede Seele mit unermesslicher Geduld auf ihrem eigenen HeimführungsWeg begleitet.
So kann im Anblick eines stillen Sees, einer unscheinbaren Blüte oder eines vom LiebesLicht durchströmten Waldweges für einen kostbaren Augenblick etwas in der Seele still werden, während zugleich eine viel tiefere Bewegung erwacht:
die kaum in Worte zu fassende Ahnung, dass hinter aller sichtbaren Schönheit ein überheiliger Ursprung lebt, dass die EWIGE LIEBE niemals aufgehört hat zu rufen und dass der weg zur geistigen Heimat im Geistigen Herzen längst seinen heiligen Anfang empfangen hat.
Das Aufleuchten des göttlichen UrBildes im Antlitz
Eine besondere Tiefe empfängt das schöpferische Schauen dort, wo es sich dem Antlitz eines verkörperten Wesens zuwendet, denn ein wahrhaftiges Bildnis vermag weit mehr zu offenbaren als die äußere Gestalt von Augen, Mund und vergänglichen Zügen; unter dem liebenden und geistig geöffneten Blick des Schaffenden können jene inneren WesensZüge hervortreten, die von Güte, Reinheit, Barmherzigkeit, Weisheit und einer sich immer tiefer dem Himmlischen Vater zuwendenden LIEBE künden und wie feine Strahlen eines noch verhüllten LiebesLichtes durch die irdische Erscheinung hindurchleuchten.
Das Bildnis vermag etwas von jenem verborgenen geistigen Werden sichtbar werden zu lassen, das bereits im dargestellten Wesen lebt und sich innerhalb der Seele vollzieht, wenn der in ihr ruhende Hauch des EWIGEN LEBENS, die LIEBE aus dem Himmlischen Vater und jener GnadenFunke Seines EWIGEN SELBST immer tiefer in das bewusste Empfinden treten und das Geistige Herz sich freier dem LiebesStrom des HEILIGEN GEISTES öffnet.
So kann in einem stillen Blick eine Güte aufleuchten, die weit über die äußere Schönheit des Antlitzes hinausreicht, in einer von gelebtem Schmerz gezeichneten Linie eine Reifung sichtbar werden, deren Tiefe jede jugendliche Glätte übersteigt, und in einem kaum wahrnehmbaren Ausdruck von Barmherzigkeit etwas von jener LIEBE fühlbar werden, die aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE empfangen und durch die Seele hindurch in das gelebte Dasein geführt wurde.
Der Empfangende begegnet in einem solchen Bildnis einer sichtbaren Ahnung jener inneren EntfaltungsMöglichkeit, die der Himmlische Vater in Seiner unermesslichen GnadenLiebe auch in den LebensRaum seiner eigenen Seele gelegt hat, wodurch das dargestellte Wesen zu einem stillen Zeugnis geistiger Reifung werden kann und zugleich jene Hoffnung berührt, dass jeder HeimführungsWeg von derselben EWIGEN LIEBE getragen und seiner ihm anvertrauten Vollendung entgegengeführt wird.
Gerade in dieser Begegnung kann das Geistige Herz mit einer stillen Klarheit empfinden, wie vieles im eigenen inneren Leben noch der Läuterung, Entfaltung und tieferen Hinwendung bedarf, doch eine solche Erkenntnis trägt keine Verurteilung in sich und führt ebenso wenig in Traurigkeit oder geistige Selbsterniedrigung, denn im selben Augenblick darf die Seele etwas von jener unermesslichen Geduld erahnen, mit der der Himmlische Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE ihren gesamten HeimführungsWeg begleitet.
Keine noch bestehende Unvollkommenheit vermag Seine EWIGE LIEBE zu vermindern, keine innere Entfernung lässt Seinen LiebesStrom versiegen und keine Verirrung entzieht die Seele Seinem väterlichen LiebesBlick, denn der Hauch des EWIGEN LEBENS aus Ihm und der GnadenFunke Seines EWIGEN SELBST bleiben in ihr gegenwärtig, während Seine Gnade mit einer für das irdische Denken kaum fassbaren Geduld immer neue Wege öffnet, durch die das Geistige Herz den Ruf zur Heimkehr erneut empfangen kann.
Vor einem wahrhaft edlen Bildnis darf eine tiefe, bis in die Tränen reichende Dankbarkeit erwachen, wenn die Seele durch die dargestellte Güte, Reinheit oder geistige Reife hindurch ihre eigene LebensFührung plötzlich in einem neuen LiebesLicht zu empfinden beginnt und sich im Stillen fragt, wie oft sie getragen wurde, während die tragende Hand ihrem Erkennen noch verborgen blieb, wie oft sich ein neuer Weg vor ihr öffnete, nachdem sie den vorausgehenden verlassen hatte, und mit welcher unermesslichen GnadenLiebe der Himmlische Vater niemals aufhört, Sein Geschöpf heimwärts zu rufen.
Diese Dankbarkeit führt die Seele in eine Demut, die ihre geistige Würde wahrt und zugleich jene SelbstErhebung allmählich löst, durch die das persönliche Ich sich selbst zum Ursprung seines Lebens, seiner Erkenntnis und seiner inneren Kraft erheben möchte, während aus dem tieferen Erkennen ihrer göttlichen Bestimmung eine neue, aufrechte Würde erwacht, die sich getragen weiß und ihre ganze Kraft aus der lebendigen Verbindung mit dem Himmlischen Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE empfängt.
So darf die Seele vor dem Bildnis eines geistig gereiften Wesens erkennen, dass ihre gegenwärtige Unvollkommenheit niemals ihr ewiges Ziel beschreibt, denn in ihrem weiten LebensRaum ruht jener GnadenFunke des EWIGEN SELBST des Himmlischen Vaters, durch den sie ihrer göttlichen Bestimmung immer bewusster werden und in freier LIEBE die Einung mit Ihm anstreben kann.
Das edle Bildnis wird dadurch zu einem stillen Spiegel, der nicht das äußere Antlitz des Himmlischen Vaters wiedergibt, sondern in den geläuterten WesensZügen des Dargestellten etwas von jener LIEBE, Barmherzigkeit und geistigen Schönheit aufleuchten lässt, die aus Seinem HERZENS-URGRUNDPOL unaufhörlich hervorströmen und jede Seele auf ihrem eigenen HeimführungsWeg zur immer tieferen Aufnahme Seines LiebesLichtes rufen.
Wo ein Geistiges Herz diese Spur erkennt, verliert der Vergleich mit dem Dargestellten seine Macht, und an seine Stelle tritt jene heilige Sehnsucht, selbst durchlässiger für den HEILIGEN GEIST zu werden, damit Güte aus der Bewunderung in das eigene Handeln übergeht, Barmherzigkeit als lebendige HerzensKraft wirksam wird und die LIEBE sich über das gesprochene Wort hinaus als lebendige Kraft aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE durch die Seele hindurch immer tiefer in das eigene Dasein ergießen darf.
Das anvertraute Pfand des schöpferischen Wirkens
Jede schöpferische Gabe trägt einen hohen geistigen Auftrag in sich, denn was aus dem LiebesStrom des HEILIGEN GEISTES in das Geistige Herz gelegt, durch die Seele aufgenommen und dem Schaffenden als besondere AusdrucksKraft anvertraut wurde, kann entweder seinem ursprünglichen Sinn dienen oder durch das persönliche Ich so weit von diesem Urquell entfernt werden, dass die Gabe zwar äußerlich wirksam bleibt, ihr innerer GeistGehalt jedoch zunehmend verhüllt wird.
Auch EinbildungsKraft, VorstellungsVermögen, sprachliche Begabung, musikalisches Empfinden und gestalterisches Können sind daher keine wertfreien Kräfte, die allein nach ihrer Wirkung beurteilt werden könnten, denn durch sie wird etwas in die sichtbare oder hörbare Welt getragen, das im empfangenden Herzen weiterlebt, die Seele nährt oder verwirrt, den inneren Blick öffnet oder bindet und damit stets an jener geistigen Bewegung mitwirkt, in die das Empfangende nach der Begegnung mit dem Werk eintritt.
Wo eine Gabe vornehmlich dem äußeren Reiz, der Erregung, der Verführung oder der bewussten Verstärkung jener Kräfte dient, die die Seele tiefer an das Vergängliche binden, kann das Geschaffene niedrige Regungen nähren, den Blick verengen und das Heilige im Inneren so weit überdecken, dass der in der Seele ruhende GnadenFunke Seines EWIGEN SELBST kaum noch empfunden wird, obwohl er niemals erlischt und der LiebesStrom aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE auch dort gegenwärtig bleibt.
Darin liegt keine Verurteilung des Schaffenden, denn jede Seele steht innerhalb ihres eigenen Reifungs- und HeimführungsWeges, doch die geistige Wirkung eines Werkes darf dennoch wahrhaftig erkannt werden, weil Freiheit niemals bedeutet, ohne Folgen zu gestalten, sondern die anvertraute Gabe in dem Bewusstsein zu führen, dass jedes Wort, jedes Bild, jede Form und jeder Ton etwas im Inneren eines Empfangenden berühren und weiterbewegen kann.
Das edle Schaffen geht deshalb einen anderen Weg, indem es den Gebeugten aufrichtet, den flüchtigen Blick vertieft, die zerstreute Seele sammelt und das Geistige Herz für das Wahre, Schöne, Liebende und Geistige öffnet, ohne zu zwingen, zu belehren oder sich selbst zum Mittelpunkt der Wirkung zu machen.
Ein solches Werk trägt eine hohe Verantwortung gegenüber dem empfangenden Herzen, weil seine Bedeutung weit über das Gesehen-, Gehört- oder BewundertWerden hinausreicht und sich darin offenbart, welcher Geist durch seine äußere Gestalt hindurchwirkt, welche Kräfte innerhalb der Seele angesprochen werden und ob das Geschaffene den Blick tiefer an die Oberfläche bindet oder ihn behutsam für jene Wirklichkeit öffnet, die aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE in alles Leben einströmt.
Diese Verantwortung lässt sich nicht in starre äußere Gesetze fassen, denn keine Vorschrift vermag jene innere Reinheit hervorzubringen, aus der wahrhaftiges Schaffen geboren wird, und keine religiöse oder gesellschaftliche Form kann ersetzen, was im Geistigen Herzen selbst geklärt, geprüft und in freier LIEBE ausgerichtet werden sollte.
Entscheidend bleibt daher die Quelle, aus der das Werk genährt wird:
Strömt es aus dem Wunsch nach Macht, Bewunderung und äußerer Wirkung hervor, oder ist das persönliche Wollen so weit still geworden, dass der HEILIGE GEIST das Geistige Herz berühren und das Empfangene durch die Seele hindurch in eine Form führen darf, die aufrichtet, vertieft und dem Leben dient?
Wo die anvertraute Gabe in Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Ehrfurcht vor allem Geschaffenen und in jener LIEBE geführt wird, die im Himmlischen Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE ihren Ursprung trägt, wird das Werk zu einem Segen, weil aus seiner Schönheit zugleich ein geistiger Raum erwächst, in dem das empfangende Herz sich selbst, seine Herkunft und den leisen Ruf zur Heimkehr tiefer empfinden kann.
Das schöpferische Wirken wird so zu einem anvertrauten Pfand, das weder Besitz noch Auszeichnung des Schaffenden ist, sondern eine Gabe auf Zeit, durch die ein Hauch des LiebesLichtes in die sichtbare Welt getragen werden darf, solange das Geistige Herz offen, die Seele empfänglich und das persönliche Ich bereit bleibt, sich nicht selbst zum Ursprung dessen zu erheben, was ihm aus der EWIGEN LIEBE anvertraut wurde.
Wo diese Haltung lebendig bleibt, wird der Schaffende zum treuen Hüter seiner Gabe, weil er erkennt, dass das Werk zwar durch seine besondere Wesenheit eine unverwechselbare Gestalt empfängt, sein tiefster geistiger Ursprung jedoch im HEILIGEN GEIST ruht, der aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE fortwährend in die Schöpfung einströmt und jedes wahrhaftige Schaffen seinem höchsten Sinn zuführt:
dem Aufrichten, dem Erkennen, der inneren Reifung und der Heimführung des Geistigen Herzens.
Der Flügelschlag des Geistes zur ewigen Heimat
Wahrhaftige Kunst kann eine Seele kaum unberührt zurücklassen, wenn durch ihre sichtbare oder hörbare Gestalt etwas von jenem LiebesStrom hindurchwirkt, aus dem sie einst empfangen wurde, denn ein edles Werk vermag eine Empfindung zu öffnen, die weit über den Augenblick der Begegnung hinaus im verborgenen LebensRaum der Seele fortklingt und dort wie ein leiser innerer Ruf gegenwärtig bleibt, selbst wenn das äußere Bild längst dem Blick entschwunden oder der letzte Ton bereits im Raum verklungen ist.
Was in einer solchen Begegnung berührt wurde, verlangt nicht nach einer hastigen Deutung, denn mitunter beginnt seine tiefste Wirkung erst dort, wo das bewusste Denken längst zu anderen Dingen weitergezogen ist und die Seele das Empfangene in ihre stillen WandlungsRäume aufgenommen hat, sodass aus einer zunächst kaum benennbaren Empfindung allmählich eine Sehnsucht, aus der Sehnsucht ein tieferes Fragen und aus dem Fragen jene innere Hinwendung erwachsen kann, durch die das Geistige Herz wieder aufmerksamer für den Ruf seines ewigen Ursprunges wird.
Ein edles Werk kann etwas von jener unantastbaren Würde sichtbar werden lassen, deren Ursprung über äußere Größe, irdisches Ansehen und persönliche Vollkommenheit hinaus in der göttlichen Bestimmung der Seele liegt, wodurch im empfangenden Geistigen Herzen eine heilige Sehnsucht nach jener inneren Klarheit, Reinheit und LiebesFähigkeit erwachen kann, deren Keime der Himmlische Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE längst in ihren weiten LebensRaum gelegt hat und die auf ihrem eigenen HeimführungsWeg zu lebendiger Entfaltung gelangen dürfen.
Aus dieser Berührung kann jene Begeisterung hervorgehen, deren tiefster geistiger Sinn weit über flüchtige Erregung oder äußeren Enthusiasmus hinausreicht, denn das Geistige Herz beginnt sich für eine Wirklichkeit zu öffnen, die es zuvor nur wie aus weiter Ferne ahnte, während die Seele den in ihr ruhenden GnadenFunken Seines EWIGEN SELBST bewusster zu empfinden vermag und etwas von jenem überheiligen LiebesLicht wahrnimmt, aus dessen Urquell ihr Hauch des EWIGEN LEBENS hervorgegangen ist.
Der GnadenFunke wird dabei nicht erst durch das Werk entzündet, denn was der Himmlische Vater aus Seinem EWIGEN SELBST in die Seele gelegt hat, bedarf keiner irdischen Hand, um Leben zu empfangen; doch ein wahrhaftiges Werk kann jene verhüllenden Schichten im Empfinden für einen Augenblick durchlässiger werden lassen, unter denen Seine Gegenwart kaum noch bewusst wahrgenommen wurde, sodass die Seele tiefer zu ahnen beginnt, welche göttliche Bestimmung sie in sich trägt und mit welcher unermesslichen GnadenLiebe ihr HeimführungsWeg seit Anbeginn begleitet wird.
So kann Kunst zu einem stillen WegBegleiter innerer Reifung werden, indem sie die Seele auf unterschiedlichen Stufen ihres Weges immer wieder anders berührt, denn mit wachsender Öffnung des Geistigen Herzens verändert sich auch das Maß des Empfangens, und was einst allein als schöne Form, ergreifendes Wort oder reiner Ton wahrgenommen wurde, kann später einen tieferen GeistGehalt offenbaren, der bereits im Werk ruhte, jedoch erst jetzt innerhalb der Seele eine ihm entsprechende Aufnahme findet.
Auch das schaffende Wirken kann auf diesem Weg feiner, klarer und durchlässiger werden, wenn das persönliche Ich allmählich davon ablässt, sich durch das Geschaffene selbst zu erhöhen, und das Geistige Herz immer tiefer dem LiebesStrom des HEILIGEN GEISTES zu lauschen lernt, wodurch Wort, Bild, Form und Ton ihre äußere Kraft bewahren und zugleich jene innere Reinheit empfangen können, die das Sichtbare zum stillen Gefäß eines immer tiefer erkannten geistigen Ursprungs werden lässt.
Dieser Weg endet nicht mit dem Ablegen der irdischen Hülle, denn die Seele trägt ihren HeimführungsWeg über das irdische Dasein hinaus und mit ihm jene unermessliche Aufgabe, den noch in der Entfernung seines eigenen Empfindens verweilenden Geist durch die in ihr wirkende LIEBE, den Hauch des EWIGEN LEBENS und den GnadenFunken Seines EWIGEN SELBST immer tiefer zu seinem ewigen Ursprung zurückzuführen – zu dem Himmlischen Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE –, bis jene Entfernung, die einst im eigenen Empfinden und Wollen entstand, durch freie Hinwendung und lebendige LIEBE überwunden wird.
Was hier in einem wahren Wort, einer edlen Form oder einem reinen Ton zunächst wie ein erster geistiger Keim empfangen wurde, kann weit über das irdische Dasein hinaus in der Seele fortwirken, sich in weiteren ErkenntnisRäumen öffnen und eine Tiefe offenbaren, die dem gegenwärtigen Bewusstsein noch verschlossen bleibt, denn kein wahrhaft aus der EWIGEN LIEBE empfangener Impuls ist an die kurze Dauer einer irdischen LebensZeit gebunden.
Der Flügelschlag des Geistes zur ewigen Heimat ist daher kein plötzliches Emporsteigen in eine ferne lichte Welt, sondern jene fortwährende innere Bewegung, in der das Geistige Herz empfängt, die Seele trägt und wandelt und der in ihr heimzuführende Geist immer tiefer aus seiner einstigen Entfernung gelöst wird, während der HEILIGE GEIST als unermüdlicher LiebesStrom des Himmlischen Vaters in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE niemals aufhört, das gesamte innere Werden zu berühren, zu nähren und heimwärts zu führen.
So kann ein Werk zu einem stillen Flügelschlag auf diesem unermesslichen Weg werden, zu einer kaum sichtbaren Bewegung im großen HeimführungsStrom, die eine Seele für einen Augenblick höher lauschen, tiefer empfinden und klarer erkennen lässt, dass ihr Ziel weit über die Vollkommenheit einer irdischen Form hinaus in jener immer innigeren Hinwendung zu dem Himmlischen Vater liegt, bis die LIEBE aus Ihm zum lebendigen Grund ihres Wollens wird und der noch in der Entfernung seines eigenen Empfindens verweilende Geist durch die Wunderwege Seiner Gnade und Erbarmung seiner ewigen Heimat entgegengeführt wird.
Dann offenbart sich auch der tiefste Sinn wahrhaftigen Schaffens:
Aus eigener Kraft vermag wahrhaftiges Schaffen keine Erlösung zu schenken oder die Seele zum Himmel emporzutragen, doch wo ein Hauch des HEILIGEN GEISTES durch Wort, Bild, Form oder Ton hindurchwirken darf, kann das Werk zu einer stillen Stufe auf jener Himmelsleiter werden, deren unsichtbare Stufen aus unzähligen Berührungen der EWIGEN LIEBE gebildet sind und durch die der Himmlische Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL niemals aufhört, Sein Geschöpf zu rufen, zu tragen und mit unermesslicher GnadenLiebe heimwärts zu führen.
Die dreifache Offenbarung der EINEN HARMONIE
Im lebendigen Wort empfängt der geistige Gedanke seinen ersten Ausdruck, in der gestalteten Form tritt etwas von seinem inneren GeistGehalt in die sichtbare Welt, und im Ton beginnt jene tiefste Schwingung fühlbar zu werden, die sich dem begrenzenden Gefüge irdischer Begriffe oftmals entzieht und dennoch das Geistige Herz unmittelbar zu berühren vermag.
Wort, Form und Ton stehen dabei nicht als voneinander getrennte AusdrucksWelten nebeneinander, denn in ihrer reinsten geistigen Bestimmung werden sie von demselben LiebesStrom berührt, der aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE hervorströmt und durch den HEILIGEN GEIST in ein geöffnetes Geistiges Herz gelegt werden kann, um durch die Seele hindurch jene besondere AusdrucksGestalt zu empfangen, für die dem Schaffenden eine Gabe anvertraut wurde.
Das Wort trägt den geistigen Gedanken in eine hörbare oder lesbare Gestalt und vermag Erkenntnis dort zu öffnen, wo ein Geistiges Herz für seinen inneren Gehalt empfänglich geworden ist; die gestaltete Form verdichtet das Empfangene in Farbe, Linie, Raum und sichtbares Zeichen, sodass eine geistige Empfindung auch dort gegenwärtig bleiben kann, wo der äußere Klang längst verstummt ist; und die Musik führt das Empfangene in jene unsichtbare Welt des Tones, in der keine sichtbare Form festgehalten werden soll und dennoch eine Schwingung unmittelbar durch die Seele ziehen kann.
Gerade im Ton offenbart sich ein besonderes Geheimnis des schöpferischen Empfangens, denn eine Melodie vermag das Geistige Herz zu berühren, bevor der Verstand auch nur einen Namen für das Empfangene gefunden hat, und kann in der Seele eine Sehnsucht, eine tiefe Freude, eine kaum erklärbare Träne oder jene heilige innere Stille öffnen, in der etwas Vertrautes anklingt, obwohl kein irdisches Wort zu sagen vermag, woher dieses Vertraute stammt.
In einem solchen Augenblick wird der Ton zu weit mehr als einer geordneten Folge von Schwingungen, denn durch ihn kann etwas von jenem EINEN HEILIGEN TON hindurchklingen, der nicht von einer irdischen Hand erschaffen und von keinem Instrument hervorgebracht wurde, sondern als geistige UrSchwingung der EWIGEN LIEBE im gesamten SchöpfungsLeben gegenwärtig ist und in jedem reinen Ton einen ihm entsprechenden Widerhall finden kann.
So trägt das lebendige Wort etwas von dem Gedanken und LiebesWillen des Himmlischen Vaters in eine fassbare geistige Bewegung, die Form lässt einen WesensZug Seiner SchöpfungsOrdnung im Sichtbaren aufleuchten, und der Ton vermag etwas von jener unermesslichen HARMONIE fühlbar werden zu lassen, in der das gesamte SchöpfungsLeben von dem fortwährend strömenden Geist der EWIGEN LIEBE durchdrungen und getragen wird.
Im Wort kann der göttliche Gedanke vernehmbar werden.
In der Form kann Seine SchöpfungsOrdnung sichtbar aufleuchten.
Im Ton kann ein Hauch des EINEN HEILIGEN TONES das Geistige Herz berühren.
Diese drei Wege tragen unterschiedliche Gewänder, doch ihr tiefster geistiger Ursprung bleibt EINER, denn weder das wahrhaftige Wort noch die edle Form noch der reine Ton gehören in ihrem UrGrund dem persönlichen Ich, auch wenn sie durch die unverwechselbare Wesenheit des Schaffenden eine eigene Farbe, eine besondere Gestalt oder einen unverkennbaren Klang empfangen.
Der Schaffende wird im Wort zum Kündenden dessen, was sein Geistiges Herz empfangen durfte, in der Form zum Gestaltenden eines inneren Schauens und im Ton zum Lauschenden auf eine Schwingung, die oftmals bereits in seiner Seele klingt, bevor seine Hand die erste Saite berührt, die erste Taste niederdrückt oder der erste hörbare Ton den äußeren Raum erfüllt.
Gerade darin begegnen sich Wort, Form und Ton in einer tiefen geschwisterlichen Nähe, denn alle drei verlangen zunächst nach einem inneren Lauschen, nach jener stillen Empfänglichkeit des Geistigen Herzens, in der das persönliche Wollen für einen Augenblick zurücktritt und etwas aufgenommen werden kann, dessen Ursprung tiefer liegt als die eigene Vorstellungskraft.
Der HEILIGE GEIST durchströmt die drei AusdrucksWege als derselbe unaufhörliche LiebesStrom des Himmlischen Vaters in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE, der im Wort einen geistigen Gedanken trägt, in der Form eine innere Ordnung fühlbar werden lässt und im Ton jene Schwingung berührt, durch die in der Seele ein Widerhall ihres ewigen Ursprungs erwachen kann.
Darum bilden Wort, Form und Ton keine getrennten Reiche, sondern drei AusdrucksGewänder eines geistigen LebensStromes, der aus dem EINEN Urquell hervorgeht und auf unterschiedlichen Wegen das Geistige Herz erreicht, während die Seele das Empfangene in ihren weiten LebensRaum aufnimmt, es nach dem Maß ihrer Reife empfindet und darin eine Spur jener geistigen Heimat erkennen kann, nach der ihre tiefste Sehnsucht ruft.
In ihrer höchsten Reinheit führen Wort, Form und Ton die Seele nicht aus eigener Kraft zu dem Himmlischen Vater zurück, denn kein Gedicht, kein Bild und keine Melodie vermag den HeimführungsWeg an ihrer Stelle zu vollenden; doch sie können zu heiligen WegZeichen werden, durch die das Geistige Herz tiefer lauscht, die Seele den in ihr ruhenden GnadenFunken Seines EWIGEN SELBST bewusster empfindet und der Ruf aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE wieder klarer in ihrem Inneren vernehmbar wird.
So offenbart sich in Wort, Form und Ton eine dreifache AusdrucksGestalt der EINEN HARMONIE:
Das Wort kündet, die Form lässt schauen und der Ton lässt lauschen, während durch alle drei hindurch derselbe HEILIGE GEIST wirken kann, der als fortwährend fließender LiebesStrom aus dem Himmlischen Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE hervorgeht und alles wahrhaftige Schaffen mit jenem überheiligen Ursprung verbindet, aus dem einst das lebendige Wort hervortrat und die Schöpfung sichtbare Gestalt empfing.
Wenn Wort, Form und Ton auf den EWIGEN URGRUND weisen
Wahrhaftiges Schaffen vermag das Geistige Herz durch das Sichtbare für das Unsichtbare zu öffnen, indem das lebendige Wort eine innere Bewegung anregt, die gestaltete Form dem Empfangenen eine bleibende sichtbare Gegenwart verleiht und der reine Ton dort zu schwingen beginnt, wo selbst das tiefste Wort und die edelste Form an jene stille Grenze gelangen, hinter der das Geistige nur noch lauschend und empfindend aufgenommen werden kann.
Keiner dieser AusdrucksWege trägt seine höchste Bestimmung allein in sich, denn das Wort wäre ein leeres Gefüge aus Lauten und Zeichen, wenn kein lebendiger GeistGehalt durch es hindurchwirkte, die Form bliebe eine äußere Gestalt, wenn sie nichts von der inneren SchöpfungsOrdnung fühlbar werden ließe, und der Ton wäre lediglich eine vergängliche Schwingung im irdischen Raum, wenn in ihm niemals jener Widerhall anklingen könnte, der das Geistige Herz an eine HARMONIE rührt, deren Ursprung weit jenseits alles hörbaren Klanges liegt.
So weist jede reine AusdrucksGestalt in ihrer tiefsten geistigen Bestimmung über sich selbst hinaus, denn das lebendige Wort kann den Blick auf jenen UrGrund lenken, aus dessen LiebesWillen einst das erste WORT hervorging, die edle Form kann etwas von jener ewigen SchöpfungsOrdnung sichtbar werden lassen, die der Schöpfer in alles Geschaffene gelegt hat, und im reinen Ton kann ein Hauch des EINEN HEILIGEN TONES anklingen, dessen UrSchwingung aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE die gesamte Schöpfung durchdringt.
Im Himmlischen Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE bilden Wort, Form und Ton eine ungeteilte geistige Einheit, denn in Ihm ruht der lebendige UrGrund alles dessen, was geistig gedacht, aus Seinem LiebesWillen hervorgebracht und durch Seinen HEILIGEN GEIST belebt wird, sodass jeder wahre Gedanke, jede reine Gestalt und jede vollkommene HARMONIE ihren ersten WesensGrund in jenem EINEN Urquell tragen, aus dem das lebendige WORT einst die Schöpfung in ihr Dasein rief und aus dem der Schaffende jeden wahrhaftigen Impuls empfängt.
Er ist der ewige UrGrund des lebendigen WORTES, in Seiner unendlichen Weisheit ruht die vollkommene Ordnung jeder reinen Gestalt, und aus Seinem HERZENS-URGRUNDPOL strömt jene EWIGE LIEBE, deren EINER HEILIGER TON wie eine überheilige UrSchwingung durch das gesamte SchöpfungsLeben klingt und selbst dort nicht verstummt, wo eine Seele in der Entfernung ihres eigenen Empfindens den Ruf ihrer geistigen Heimat kaum noch vernimmt.
Denn die EWIGE LIEBE hört niemals auf zu rufen.
Sie verliert keine Seele aus ihrem väterlichen und mütterlichen LiebesBlick, zieht Ihren LiebesStrom aus keinem noch so entfernten LebensRaum zurück und überlässt keinen noch in der Entfernung seines eigenen Empfindens verweilenden Geist einem ewigen Nichts, sondern wirkt durch die unermesslichen Wege der Gnade und Erbarmung fortwährend auf jene Heimführung hin, deren Ziel im Himmlischen Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE längst aus Seiner vollkommenen LIEBE heraus gesetzt ist.
Wort, Form und Ton vermögen diese Heimkehr nicht zu vollbringen, denn kein Werk besitzt aus sich selbst die Kraft, eine Seele mit ihrem Himmlischen Vater zu einen oder den in ihr heimzuführenden Geist an sein ewiges Ziel zu tragen; doch sie können zu stillen WegZeichen werden, zu sichtbaren, lesbaren oder hörbaren Gefäßen einer geistigen Berührung, durch die das Geistige Herz für einen Augenblick tiefer lauscht und die Seele etwas von jenem LiebesRuf bewusster empfindet, der sie durch alle LebensRäume hindurch begleitet.
Darin erfüllt das wahrhaftige Schaffen seinen höchsten geistigen Sinn, denn es versucht weder, den Unendlichen in die Enge irdischer Begriffe zu pressen, noch Seine überheilige Wesenheit in einer sichtbaren Form festzuhalten oder Seine EWIGE LIEBE durch einen Ton vollständig hörbar zu machen, sondern bereitet dem Geistigen Herzen einen stillen inneren Raum, in dem etwas von Seiner längst gegenwärtigen Nähe wieder tiefer empfunden werden darf.
Das Werk tritt dabei immer weiter hinter das zurück, worauf es weist.
Das Wort verstummt vor dem lebendigen WORT.
Die Form wird durchlässig für den geistigen UrGrund.
Der Ton lauscht in den EINEN HEILIGEN TON hinein.
Und dort, wo das äußere Zeichen seine Aufgabe erfüllt hat, bleibt jene innere Berührung zurück, durch die eine Seele für einen kostbaren Augenblick tiefer erkennen kann, dass ihre geistige Heimat niemals im Vergänglichen lag und der Himmlische Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE niemals aufgehört hat, sie durch Seinen HEILIGEN GEIST zu berühren, zu tragen und mit einer für das irdische Denken unermesslichen GnadenLiebe heimwärts zu führen.
So weisen Wort, Form und Ton in ihrer reinsten geistigen Bestimmung auf den EINEN UrGrund zurück, ohne selbst dieser UrGrund zu sein, und werden zu drei unterschiedlich getragenen Stimmen innerhalb jenes großen SchöpfungsLiedes, dessen erster und letzter Ton aus der EWIGEN LIEBE hervorgeht.
Durch ein lebendiges Wort, das im Geistigen Herzen empfangen wird.
Durch eine Form, die das Unsichtbare im Sichtbaren ahnen lässt.
Durch einen Ton, der eine verborgene Saite der Seele berührt.
Und durch alle drei hindurch kann jener EINE HEILIGE GEIST wehen, der aus dem Himmlischen Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE unaufhörlich hervorströmt und das Geschaffene durch alle Äonen hindurch seinem ewigen HeimführungsZiel entgegenliebt.
Ein geschwisterlicher Gruß aus meinem HerzensGrund
Wort, Bild und Ton begleiten meinen LebensWeg seit vielen Jahren, und lange habe ich ihre AusdrucksKraft auf unterschiedlichen Wegen erfahren, das Wort in seiner Fähigkeit, einen Gedanken über Zeiten hinweg zu tragen, das Bild in seiner stillen Macht, eine Empfindung sichtbar werden zu lassen, und die Musik in jener für mich bis heute kaum in irdische Sprache zu fassenden Tiefe, in der ein einziger Ton Räume der Seele berühren kann, zu denen der Verstand keinen eigenen Zugang findet.
Erst mit wachsender innerer Einkehr durfte ich tiefer erkennen, dass diese Wege in ihrem wahrhaftigen geistigen Ursprung nicht voneinander getrennt sind, denn wo das persönliche Wollen stiller wird und das Geistige Herz zu lauschen beginnt, können Wort, Form und Ton zu unterschiedlichen AusdrucksGewändern desselben fortwährend fließenden LiebesStromes werden, der aus dem Himmlischen Vater in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE hervorströmt.
Ein wahres Wort trägt für mich deshalb heute weit mehr als seine Buchstaben, ein geistig empfangenes Bild reicht tiefer als Farbe und sichtbare Form, und ein reiner Ton kann eine Saite im Innersten berühren, deren Schwingung bereits empfunden wird, lange bevor ein irdischer Gedanke sie zu erklären versucht.
Gerade die Musik hat mich auf meinem LebensWeg immer wieder vor dieses Geheimnis geführt, denn Töne können kommen, bevor ihr tieferer Sinn erkannt wird, eine Melodie kann im Inneren leben, bevor ihre geistige Weite bewusst erfasst wurde, und mitunter steht selbst derjenige, durch dessen Hände ein Werk Gestalt empfing, erst viel später davor und beginnt zu ahnen, was ihm in einem früheren Augenblick anvertraut worden war.
Heute empfinde ich darin eine tiefe Verantwortung, denn was durch eine Hand Gestalt empfängt, durch eine Stimme hörbar oder durch ein geschriebenes Wort lesbar wird, tritt in den LebensRaum einer anderen Seele ein und kann dort eine Bewegung anregen, deren Weg sich dem Schaffenden entzieht.
Ein Werk kann den Blick lange an seiner äußeren Hülle binden oder das Geistige Herz für eine tiefere Wirklichkeit öffnen, es kann die Seele weiter in die Zerstreuung führen oder in ihr jene stille Sammlung berühren, aus der ein neues Fragen erwächst, und es kann eine vergängliche Empfindung nähren oder für einen kostbaren Augenblick etwas von jenem LiebesRuf fühlbar werden lassen, der aus dem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE unaufhörlich in alles Leben einströmt.
Aus diesem inneren Erkennen ist auch JosuasGarden für mich immer tiefer zu einem geistigen LebensRaum geworden, in dem Wort, Bild und Ton nicht erklären sollen, was sich in seiner ganzen Tiefe keinem irdischen Begriff unterwerfen lässt, und ebenso wenig möchte ich den HEILIGEN GEIST in eine religiöse Form, eine menschliche Lehre oder ein festes GedankenGebäude einschließen.
Mein tiefstes Anliegen liegt darin, dem stillen Lauschen einen Raum zu bereiten.
Einen Raum, in dem ein Wort das Geistige Herz berühren darf.
Einen Raum, in dem ein Bild den äußeren Blick für die unsichtbare Spur der EWIGEN LIEBE öffnet.
Einen Raum, in dem ein Ton jene verborgene Saite der Seele zum Schwingen bringen kann, die etwas vom EINEN HEILIGEN TON empfindet, ohne ihn bereits benennen zu können.
Wo durch ein Bild die LIEBE des Himmlischen Vaters in Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE tiefer empfunden wird, hat das Schaffen für mich einen heiligen Dienst erfüllt; wo ein Wort ein gebeugtes Herz aufrichtet und ihm wieder eine Ahnung seiner geistigen Würde schenkt, beginnt Sprache ihr LiebesLicht weiterzutragen; und wo ein reiner Ton die Seele für einen Augen-Blick so tief in ihr eigenes Lauschen führt, dass der Lärm des äußeren Daseins seine Macht verliert, darf etwas von jener HARMONIE fühlbar werden, aus deren EWIGEM URGRUND alles Leben hervorgegangen ist.
Lange konnte ich selbst diesen tieferen Zusammenhang noch nicht in seiner ganzen Weite erkennen:
Wort, Bild und Musik waren über viele Jahre AusdrucksFormen meines Lebens und ließen mich zugleich immer wieder zum Empfangenden werden, während sie mich auf ihre jeweils eigene Weise näher an jene eine Frage führten, die heute den HerzensGrund meines Wirkens berührt:
Aus welchem Geist empfange ich – und welchem Geist bereite ich durch mein Wirken einen Weg in das Herz einer anderen Seele?
Auf diese Frage möchte ich keine fertige Antwort über ein anderes Leben legen.
Doch ich kann aus meinem eigenen HerzensGrund bezeugen, dass sich mein inneres Lauschen verändert hat und ich heute tiefer empfinde, wie wenig wahrhaftiges Schaffen dem persönlichen Ich gehört, wenn ein Hauch des HEILIGEN GEISTES das Geistige Herz berühren und etwas von der EWIGEN LIEBE durch Wort, Bild oder Ton Gestalt empfangen darf.
Darum reiche ich Ihnen aus meinem HerzensGrund meine Hand – als geschwisterlicher WegBegleiter auf jenem inneren HeimführungsWeg, den auch ich lauschend und empfangend weitergehe, während ich immer tiefer zu erkennen suche, wie das Sichtbare durchlässig werden kann, bis hinter einem Wort, einer Form oder einem einzigen reinen Ton etwas von jenem überheiligen LiebesLicht hervortritt, das aus dem Himmlischen Vater, aus Seinem HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE, niemals aufgehört hat, Seine gesamte Schöpfung zu durchströmen.
Aus meinem HerzensGrund reiche ich Ihnen dafür meine Hand.
Uwe van Straten @JosuasGarden
JosuasGarden – Raum für Geistige Einkehr, HerzensKlarheit und den Weg zum HERZENS-URGRUNDPOL der EWIGEN LIEBE.
HerzensDank 🙏🌞❤️







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