Der Löwe-Vollmond im Schoß des wiederkehrenden Lichts
- Uwe @ JosuasGarden

- vor 2 Tagen
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Herzenskraft, innere Würde und das Erwachen des Lebendigen

Das Herz im goldenen Schein
Vom Wiedererinnern der inneren Strahlkraft
Am Abend des 01. Februar 2026, um 23.09 Uhr, erhebt sich der Vollmond im Zeichen des Löwen und taucht das Innere in ein warmes, würdiges Licht. Eine stille Glut regt sich im Herzen, getragen von Mut, schöpferischer Kraft und jener Freude am Leben, die aus dem eigenen Wesen entspringt. Die Sonne verweilt im Wassermann, umgeben von weiteren himmlischen Begleitern, während der Mond im Löwen seine volle Rundung entfaltet. Zwischen beiden Polen entsteht eine lebendige Spannung, in der das Eigene sichtbar werden darf – aufrecht, ehrlich und von innen her leuchtend.
Diese Mondnacht wirkt nicht flüchtig. Ihr Schein breitet sich wie ein sanfter Nachhall über die Tage davor und danach aus und berührt jene inneren Räume, in denen Selbstvertrauen, Ausdruck und Herzenswärme wohnen. Aufmerksamkeit richtet sich auf das, was lebendig ist und wahrhaft gelebt werden möchte. Eine leise Erinnerung zieht durch das Bewusstsein: Das eigene Licht kennt seinen Ursprung im Inneren und findet seine Würde im mutigen Dasein.
Im verborgenen Ursprung des Werdens
Eine Schwelle, an der das Licht sich erinnert
Der Vollmond im Löwen berührt die Zeit von Imbolc, jenem uralten Erinnern an das Leben im Schoß des Unsichtbaren. Bedeutung liegt hier weniger im Sichtbaren als im Reifenden. Alles Neue ruht zunächst im Inneren, genährt von Wärme, Geduld und stiller Hingabe. Unter der erstarrten Oberfläche des Winters sammelt sich Kraft, unaufdringlich und doch von unaufhaltsamer Klarheit. Licht kehrt nicht als Triumph zurück, sondern als leises Wissen um seine eigene Beständigkeit.
Die Tage dehnen sich kaum merklich, während die Nächte ihre Kälte bewahren. Gerade in dieser Spannung offenbart sich eine tiefere Wahrheit: Werden geschieht nicht im Bruch, sondern im Übergang. Die Natur spricht davon ohne Worte. Erste Blüten wagen sich ans Licht, Vögel erinnern sich an ihren Gesang, Bewegung kehrt in das scheinbar Ruhende zurück. Leben zeigt sich hier als innerer Entschluss, lange bevor es sich offenbart.
Imbolc trägt den Charakter einer stillen Reinigung. Nicht das Vertreiben steht im Vordergrund, sondern das Ordnen. Altes darf sich lösen, weil seine Zeit erfüllt ist. Vorbereitung geschieht aus Achtung vor dem Kommenden. In früheren Tagen erneuerten Menschen das Feuer im Haus als Zeichen innerer Ausrichtung. Heute genügt eine Flamme, bewusst entzündet, um dieselbe Wahrheit zu berühren: Licht lebt aus sich selbst heraus und kennt keinen endgültigen Verlust.
Auch die lauten Bräuche dieser Zeit erzählen davon, auf ihre Weise. Bewegung, Klang und Masken spiegeln den Wunsch des Lebens, sich wieder zu zeigen. Hinter aller äußeren Geste liegt eine leise Erkenntnis: Unter jedem Frost ruht ein Versprechen, und jedes Erwachen beginnt im Verborgenen.
Imbolc – Das Erwachen im Verborgenen
Imbolc bezeichnet ein sehr altes Schwellenfest, das den stillen Übergang vom Winter zum werdenden Frühling markiert. Sein Name wird häufig mit „im Schoß“ oder „im Inneren“ gedeutet und weist auf eine Zeit hin, in der neues Leben bereits heranwächst, obwohl die äußere Welt noch von Kälte und Ruhe geprägt ist. Imbolc spricht vom Werden vor dem Sichtbarwerden, vom Keimen im Verborgenen.
Zeitlich liegt Imbolc um den 1. Februar und markiert den Punkt im Jahreskreis, an dem das Licht spürbar zurückkehrt. Die Tage haben unmerklich an Länge gewonnen, das Dunkel verliert seine absolute Macht. Gerade diese feine Verschiebung trägt eine tiefe symbolische Kraft. Leben beginnt nicht mit dem Durchbruch, sondern mit einer inneren Entscheidung zur Bewegung.
Philosophisch betrachtet steht Imbolc für das Prinzip der inneren Reifung. Alles Wesentliche entsteht zunächst unsichtbar. Wahrheit, Klarheit und neue Ausrichtung formen sich im Inneren, lange bevor sie Gestalt annehmen. Reinigung gehört zu diesem Prozess, nicht als Abwehr des Alten, sondern als Würdigung dessen, was seine Aufgabe erfüllt hat.
Imbolc erinnert an das innere Feuer, das auch in Zeiten der Kälte lebendig bleibt. Eine kleine Flamme genügt, um die Richtung zu erkennen. Das Fest spricht von Hoffnung ohne Hast, von Vertrauen ohne Beweis und von einem Licht, das nicht erkämpft wird, sondern aus seinem eigenen Ursprung heraus wächst.
So verstanden ist Imbolc weniger ein Datum als ein Zustand des Bewusstseins. Eine Zeit, in der das Leben leise anklopft und darum bittet, gehört zu werden.
Zwischen innerem Ursprung und sichtbarer Ordnung
Vom Gespräch zwischen Herz und Geist
Zum Vollmond entfaltet sich ein kraftvolles Gegenüber: Die Sonne verweilt im Wassermann im vierten Haus, umgeben von Merkur, Venus, Mars und Pluto, während der Mond im Löwen im zehnten Haus seine volle Präsenz zeigt. Innen und außen, Ursprung und Ausdruck, Sammlung und Sichtbarkeit treten einander gegenüber. Im Inneren ordnen sich Gedanken, Werte und Kräfte neu. Im Äußeren verlangt das Lebendige nach Ausdruck, Würde und Führung.
Diese Spannung spiegelt mehr als ein äußeres Geschehen. Der Mond im Löwen verkörpert das fühlende Herz, das gesehen werden will, das Volk im weitesten Sinn, die innere Stimme nach Anerkennung und Aufrichtigkeit. Die Sonne im Wassermann steht für übergeordnete Strukturen, für kollektive Ideen und Systeme, die aus dem Innersten heraus unter Wandlung stehen. Da beide Gestirne im natürlichen Wirkungsfeld des jeweils anderen verweilen, löst sich Gewohntes. Führung sucht ihren Ursprung, während das Herz den Mut findet, sich sichtbar zu zeigen.
Der Waage-Aszendent hält diesen Prozess in einem feinen Gleichgewicht. Ein inneres Streben nach Ausgleich wirkt vermittelnd zwischen Anspruch und Verantwortung, zwischen persönlichem Ausdruck und gemeinschaftlicher Ordnung. Dennoch spricht der Löwe-Mond mit Nachdruck. Echtheit verlangt Präsenz. Innere Wahrheit möchte nicht länger verborgen bleiben, sondern ihren Platz einnehmen, ohne das Ganze aus dem Blick zu verlieren.
Diese Vollmondnacht berührt damit eine zutiefst menschliche Frage. Wo wächst der Mut, aus dem eigenen Herzen heraus zu stehen, ohne sich im Außen zu verlieren. Wo fordert das Leben auf, die eigene Würde ernst zu nehmen und zugleich verbunden zu bleiben mit dem größeren Zusammenhang. Dort, wo das innere Kind genährt wird und sein Leuchten zurückerhält, beginnt Führung von innen heraus Gestalt anzunehmen.
Das innere Feuer hüten
Vom würdevollen Umgang mit Lebenskraft
Dieser Löwe-Vollmond trägt eine sonnige, weitende Qualität, die das Innere berührt und zugleich den Körper in die Betrachtung einbezieht. Lebenskraft zeigt sich hier als etwas, das genährt werden will, nicht durch Anstrengung, sondern durch bewusste Zuwendung. Wärme entsteht dort, wo Aufmerksamkeit ruht. Das Herz steht im Mittelpunkt dieses Geschehens, als stiller Ursprung von Mut, Freude und schöpferischem Ausdruck.
Eine einfache Hinwendung genügt. Hände finden ihren Platz über der Mitte der Brust, der Atem vertieft sich, und im Inneren formt sich das Bild eines goldenen Lichtes. Dieses Licht breitet sich aus, mit jedem Atemzug weiter und wärmer, bis es den ganzen Körper durchdringt und eine schützende Weite entstehen lässt. Solche inneren Bilder wirken wie Erinnerungen an eine Kraft, die nie verloren war.
Auch Düfte sprechen in dieser Zeit eine feine Sprache. Kräuter und Essenzen tragen Qualitäten von Stärke, Liebe und Lebensfreude in sich. Ihr Rauch verbindet das Sichtbare mit dem Unsichtbaren und öffnet einen inneren Raum, in dem Ordnung und Zuwendung zugleich spürbar werden. Wärme darf sich ausbreiten, sanft und tragend.
Das Entzünden einer einzelnen Kerze erhält in diesen Tagen eine besondere Tiefe. Sie steht für das fortwährende Feuer, das von innen nach außen wirkt. Von dieser Flamme aus darf sich Licht im Haus verbreiten, still, bewusst und mit innerer Ausrichtung. Schutz, Sammlung und Klarheit gehen dabei ineinander über.
Der Körper selbst verlangt nach Würdigung. Wärme, Berührung und Ruhe bringen ihn in Einklang mit dem inneren Geschehen. Ein Bad, stille Pflege oder bewusste Erholung nähren nicht nur die Sinne, sondern auch das innere Kind. Selbst die äußere Erscheinung folgt diesem Rhythmus. Alles, was mit Hingabe geschieht, trägt Glanz in sich. In dieser stillen Selbstfürsorge zeigt sich die Weisheit des Löwen: Würde beginnt dort, wo Leben liebevoll gehalten wird.
Das leuchtende Wort des Herzens
Vom Mut, sichtbar zu werden
Der Löwe-Vollmond trägt eine schöpferische Kraft, die aus der Mitte des Seins aufsteigt. Kreativität zeigt sich hier als natürliche Bewegung des Lebens, als inneres Drängen, sich auszudrücken und Gestalt anzunehmen. Licht sucht keinen Applaus, es sucht Wahrheit. Dort, wo das Eigene nicht länger verborgen bleibt, beginnt Strahlkraft zu wirken.
Wie die Sonne nach langen Tagen der Kälte entfaltet dieser Mond eine wärmende Gegenwart. Ein inneres Feuer wird berührt, das nicht antreibt, sondern belebt. Freude, Bewegung und Lachen erscheinen als Ausdruck innerer Freiheit, nicht als Flucht, sondern als Bekenntnis zum Leben. Das Herz erinnert sich an seine Stimme, klar und unverstellt.
Die Reinigung des inneren Sonnenzentrums geschieht dabei nicht durch Willen, sondern durch Offenheit. Alles, was sich zeigt, darf gesehen werden. Schatten verlieren ihre Macht, sobald Licht bewusst angenommen wird. Mut entsteht aus dieser Annahme, leise und zugleich unerschütterlich.
Wer sich diesem Moment anvertraut, erkennt eine einfache Wahrheit. Licht war nie abwesend. Es wartete auf Bereitschaft. In dieser Vollmondnacht offenbart sich die Kraft des Löwen als innere Würde, die nicht fordert, sondern trägt. Herzensklarheit wird zur Quelle von Energie, und das Leben antwortet mit jener Wärme, die aus Echtheit geboren ist.
Im Nachhall des goldenen Lichtes
Ein stiller Gruß aus der Mitte des Herzens
Mit dem Vollmond im Löwen senkt sich eine klare, würdige Helligkeit in das Innere. Sein Schein sammelt, was zerstreut war, und stärkt jene innere Aufrichtung, aus der Vertrauen und Herzenswärme hervorgehen. Möge diese Mondnacht die Verbindung zum eigenen Herzens-Urgrund vertiefen, dort, wo Liebe nicht gesucht werden muss, sondern als tragende Gegenwart ruht. Ein kraftvoller, lichtvoller Löwe-Vollmond begleite Sie und halte die innere Flamme wach.
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Seien Sie gesegnet im Namen des Herzens-Urgrundpol der Ewigen Liebe











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